Die besten Cocktail Rezepte zum selber machen
Vom Sommernachmittag auf der Terrasse über den Filmabend bis zum Urlaubsgefühl am Wochenende: ein Cocktail ist das kleine bisschen Aufwand, das einen Abend von einem gewöhnlichen unterscheidet. Manche Rezepte brauchen besondere Zutaten und richtiges Bar-Equipment. Die meisten brauchen das nicht – sie brauchen frischen Saft, kaltes Eis und die richtige Reihenfolge.

Klassische Cocktail Rezepte zum selber machen
Sechs Namen stehen auf fast jeder Karte. Sie sind Klassiker geworden, weil sie mit wenigen Zutaten auskommen und Fehler verzeihen. Die Mengen gelten jeweils für ein Glas.
- Caipirinha: Eine geachtelte Limette mit zwei bis drei Teelöffeln Rohrzucker in ein schweres Glas geben, mit dem Stößel andrücken, bis der Saft austritt, 5 cl Cachaça angießen und mit Crushed Ice auffüllen.
- Margarita: Den Glasrand mit Limette anfeuchten und in Salz drehen. 4 cl Tequila, 2 cl Orangenlikör und 2 cl Limettensaft mit Eis schütteln und in das vorbereitete Glas abseihen.
- Piña Colada: 6 cl weißer Rum, 10 cl Ananassaft, 4 cl Kokoscreme und 2 cl Sahne mit Eis mixen. Je länger gemixt wird, desto cremiger wird das Ergebnis.
- Moscow Mule: 4 cl Limettensaft und 5 cl Wodka in den Kupferbecher geben, mit 150 ml gut gekühltem Ginger Beer auffüllen, Gurkenscheibe dazu.
- Tequila Sunrise: 2 cl Grenadine auf das Eis geben, dann 4 cl Tequila und 100 ml Orangensaft langsam darüber abseihen – der Verlauf entsteht von allein, wenn nicht gerührt wird.
- Mojito: Vier Limettenachtel mit zwei Teelöffeln Zucker andrücken, 5 cl Rum angießen, Minze zwischen den Handflächen anschlagen statt zerreiben, Crushed Ice und 100 ml Sodawasser.
Wer die sechs beherrscht, kann fast jede Karte lesen: Die meisten anderen Drinks sind Abwandlungen davon – ein anderer Zitrus, ein anderer Sirup, eine andere Spirituose auf demselben Gerüst.
Edle Cocktails für den besonderen Anlass mixen
Neben den Klassikern, die überall zu bekommen sind, gibt es die ausgefalleneren Mixgetränke – die, für die es einen Anlass braucht. Wer edle Drinks für einen besonderen Abend mischen möchte, sollte sich einmal mit dem Thema Casino Cocktails beschäftigen. Rezepte für ausgefallene Casino Cocktails zum selber machen gibt es auf der verlinkten Seite. Dort werden unter anderem diese Drinks und ihre Zubereitung näher erklärt:
- Cosmopolitan
- Negroni
- Gin Tonic
- Whiskey Sour
- Ipanema
- Mai Tai
Auffällig ist, dass in dieser Gruppe fast immer bitter oder herb gegen süß gesetzt wird: Campari im Negroni, Zitrone im Whiskey Sour, Cranberry im Cosmopolitan. Das macht sie zu Drinks für den Anfang eines Abends, nicht für dessen Ende – und es macht sie zu guten Begleitern zu Süßem, weil sie den Zucker im Dessert nicht noch verstärken.
Cocktails ohne Alkohol selber machen: Das ist der Trick!
Die meisten Rezepte lassen sich alkoholfrei bauen, wenn nicht einfach die Spirituose weggelassen, sondern ersetzt wird. Alkohol trägt zwei Dinge bei: Schärfe und Körper. Beides muss zurückkommen, sonst schmeckt der Drink nach verdünntem Saft.
- Für die Schärfe: ein Spritzer starker kalter Tee, Ingwer oder Tonic mit hohem Chinin-Anteil.
- Für den Körper: etwas Zuckersirup, Kokoscreme oder ein püriertes Stück Frucht.
- Für die Länge: weniger Eis und dafür stärker vorkühlen – alkoholfreie Drinks vertragen deutlich weniger Schmelzwasser.
Ein Mojito ohne Rum, der Minze, Limette, Zucker und Soda behält, funktioniert auf Anhieb. Eine Piña Colada ohne Rum braucht mehr Kokos, sonst fällt sie auseinander.
Wann sich richtiges Equipment lohnt
Für sechs Klassiker reichen ein Schraubglas, ein Sieb, ein Stößel und ein Messbecher. Erst wenn regelmäßig für mehrere Gäste gemixt wird, machen ein Boston-Shaker, ein Barlöffel und ein Doppelsieb einen spürbaren Unterschied – nicht am Geschmack, sondern am Tempo. Die eine Anschaffung, die sich sofort bemerkbar macht, ist eine ordentliche Zitruspresse.
Fazit: Mit Geduld gelingt jeder Cocktail
Ein guter Cocktail ist selten eine Frage der Flasche. Er ist eine Frage von frischem Saft, kaltem Eis und dem Mut, nach dem ersten Versuch nachzujustieren. Wer zum Nachtisch etwas dazu sucht, findet unter Cocktail und Dessert die Kombinationen, die sich nicht gegenseitig überdecken.
Häufige Fragen
Welche Spirituosen reichen für den Anfang?
Weißer Rum, Wodka, Tequila und ein Orangenlikör decken die meisten Klassiker ab. Wichtiger als die Auswahl ist frischer Zitrussaft: gepresste Limette und gepresste Zitrone verändern das Ergebnis stärker als eine teurere Flasche.
Was ersetzt einen Shaker?
Ein sauberes Schraubglas mit Deckel. Es fasst genug für zwei Portionen, kühlt genauso schnell und lässt sich über ein feines Sieb abgießen. Für Drinks, die nur gerührt werden, genügt ein Rührglas und ein langer Löffel.
Warum schmeckt ein selbstgemixter Cocktail oft wässrig?
Meist liegt es am Eis. Kleine, angetaute Würfel schmelzen beim Schütteln zu schnell und verdünnen den Drink. Große, harte Würfel aus dem hinteren Teil des Gefrierfachs kühlen stärker und wässern weniger.
Wie süß soll ein Cocktail sein?
Als Anhalt gilt ein Teil Süße auf zwei Teile Säure. Wer Zuckersirup selbst ansetzt – gleiche Teile Zucker und heißes Wasser, kalt gerührt – kann die Süße tropfenweise steuern, was mit Kristallzucker im kalten Glas nicht gelingt.
