Kartoffelsorten in der Übersicht: die große Liste nach Kochtyp
Diese Kartoffelsorten-Übersicht ordnet die gängigen Sorten nach Kochtyp, weil der Kochtyp über das Ergebnis entscheidet und der Sortenname nur ein Hinweis darauf ist.
Diese Seite gehört zur Gruppe Warenkunde dieser Sammlung.

Kartoffelsorten nach Kochtyp
Drei Kochtypen stehen auf dem Netz, und sie sagen mehr als jeder Name. Festkochend heißt wenig Stärke: die Scheiben bleiben ganz. Vorwiegend festkochend bindet schon etwas, ohne zu zerfallen. Mehlig zerfällt beim Garen und ist damit der Kochtyp für Püree, Knödel und Teig. Wer Kartoffelsorten nach dem Kochtyp aussucht statt nach dem Namen, liegt selten falsch – dieselbe Sorte kann je nach Boden und Jahr eine Klasse wandern.
Übersicht: festkochend, vorwiegend festkochend, mehlig
Festkochende Kartoffelsorten sind die Sorten für Salat und Bratkartoffeln – Linda, Nicola, Sieglinde und Annabelle stehen dafür. Vorwiegend festkochend deckt den Alltag ab: Laura, Marabel, Agria. Mehlige Sorten wie Adretta, Bintje und Gunda gehören in Püree und in den Teig. Diese Kartoffelsorten-Übersicht nennt jeweils die verbreitetsten Vertreter; regional kommen andere Namen für denselben Kochtyp dazu.
Liste der Sorten und wofür sie taugen
Eine Kartoffelsorten-Liste ist nur so nützlich wie die Verwendung dahinter. Für Salat und Bratkartoffeln: festkochende Kartoffelsorten, weil sie in Scheiben bleiben. Für Salzkartoffeln, Aufläufe und Schupfnudeln: vorwiegend festkochend. Für Püree, Knödel und Kartoffelteig: mehlig. Und für Pommes: mehlig bis vorwiegend festkochend, weil Stärke außen bräunt und innen locker bleibt. Diese Kartoffelsorten-Liste bleibt bewusst kurz: entscheidend ist der Kochtyp, nicht die Zahl der Namen.
Woran man den Kochtyp ohne Aufschrift erkennt
Am Schnitt und am Wasser. Eine mehlige Knolle wirkt auf der Schnittfläche trocken und stumpf, eine festkochende feucht und glasig. Wer es genau wissen will, legt ein Stück in Wasser: hoher Stärkegehalt heißt höhere Dichte, mehlige Sorten sinken schneller. An der Schale lässt sich der Kochtyp nicht ablesen.
Lagern: kühl, dunkel, luftig
Sechs bis zehn Grad, dunkel und mit Luft. Kälter als vier Grad wandelt die Knolle Stärke in Zucker um; sie schmeckt süßlich und wird beim Braten zu schnell dunkel. Licht ist der kritischere Faktor: eine Kartoffel, die hell steht, bildet Solanin, wird grün und ist dann nicht mehr essbar. Grüne Stellen und Triebe werden großzügig weggeschnitten.
Die Kartoffel richtig lagern
Der Kochtyp nützt wenig, wenn die Knolle falsch liegt. Kartoffeln wollen dunkel, kühl zwischen vier und acht Grad, luftig und trocken. Im Kühlschrank ist es zu kalt: unter vier Grad wandelt die Knolle Stärke in Zucker um, sie schmeckt süßlich und wird beim Braten zu dunkel. Im Licht ergrünt sie und bildet Solanin. Und Äpfel gehören nicht daneben – sie geben Ethylen ab, das die Keimung anregt. Richtig gelagert halten spätreifende Sorten bis ins Frühjahr, frühe nur wenige Wochen.
Häufige Fragen
Welche Kartoffelsorten eignen sich für Salat?
Festkochende. Sie halten die Scheiben, auch wenn der Salat eine Stunde durchzieht.
Was bedeutet vorwiegend festkochend?
Der mittlere Kochtyp: bindet leicht, zerfällt aber nicht. Der Alltagstyp für Salzkartoffeln und Aufläufe.
Warum werden Kartoffeln grün?
Durch Licht. Das gebildete Solanin sitzt unter der Schale und in den Trieben, schmeckt bitter und ist in Menge giftig.
Kann man neue Kartoffeln lagern?
Nein. Ihre Schale ist noch nicht ausgehärtet; sie halten wenige Tage.
Schälen vor oder nach dem Kochen?
Für Salat nach dem Kochen – als Schalenkartoffel gegart bleibt sie fester. Für Püree und Teig vorher.
