Kürbissorten in der Übersicht: alle Speisekürbisse mit Bildern
Diese Kürbissorten-Übersicht zeigt die Speisekürbisse, die in Süddeutschland zu bekommen sind, mit Bildern und der Frage, welche Sorte sich wofür eignet.
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Kürbissorten und ihre Verwendung
Nicht jeder Kürbis ist ein Speisekürbis: Zierkürbisse enthalten Cucurbitacin und sind ungenießbar bis giftig. Die Kürbissorten, die auf den Tisch kommen, teilen sich grob in drei Gruppen – fest und faserarm wie Hokkaido, mehlig und süß wie Muskat, wässrig und mild wie der Gartenkürbis. Für Gebäck ist die mehlige Gruppe die richtige, für Suppe und Ofengemüse die feste.
Übersicht der wichtigsten Speisekürbis-Sorten
Hokkaido wird mit Schale verarbeitet, bleibt bissfest und schmeckt nussig. Muskatkürbis ist mehlig und süß, muss geschält werden und trägt Kuchen und Hefezopf. Butternut liegt dazwischen, ist faserarm und für Suppe ideal. Diese Kürbissorten-Übersicht nennt dazu Delicata und Hubbard, die seltener im Handel stehen, aber in vielen Gärten wachsen. Wer Speisekürbis-Sorten vergleicht, achtet auf das Fruchtfleisch, nicht auf die Schale.
Lagerung: welche Sorte wie lange hält
Ein Speisekürbis ist ein Lagergemüse, aber nicht jede Sorte gleich lang. Entscheidend ist der Stiel: er bleibt beim Ernten fünf Zentimeter lang stehen, sonst zieht die Frucht über die Schnittstelle Fäulnis. Hokkaido hält bei 12 bis 15 °C und trocken etwa drei Monate, Butternut vier bis sechs, Muskatkürbis als härteste Schale der Gruppe bis zu neun. Der Kühlschrank ist für alle drei falsch – unter 10 °C bekommen sie Kälteschäden und werden weich. Angeschnitten gilt die umgekehrte Regel: abgedeckt in den Kühlschrank und innerhalb von vier Tagen verarbeiten.
Kürbissorten mit Bildern erkennen
Form und Farbe reichen zur Bestimmung meist aus, und genau dafür stehen hier Kürbissorten mit Bildern: Hokkaido rund und orange, Butternut birnenförmig und hellbeige, Muskat flach gerippt und grüngrau, Delicata länglich mit grünen Streifen. Ein Schnitt entscheidet den Rest – je tiefer das Orange, desto süßer und mehliger das Fleisch.
Ernte, Reife und Lagerung
Reif ist ein Kürbis, wenn der Stiel verholzt und die Schale dem Fingernagel widersteht; klopft man ihn, klingt er hohl. Geerntet wird mit Stiel, sonst zieht die Frucht Luft und fault von oben. Bei zwölf bis fünfzehn Grad, dunkel und trocken, hält er mehrere Monate und wird dabei süßer, weil Stärke in Zucker übergeht.
Kürbissorten sicher unterscheiden
Der wichtigste Unterschied ist nicht der zwischen zwei Speisekürbissen, sondern der zwischen Speise- und Zierkürbis. Zierkürbisse enthalten Cucurbitacine und sind ungenießbar bis giftig; sie schmecken bitter, und dieser Bittergeschmack ist das einzige verlässliche Warnzeichen. Wer aus dem eigenen Garten erntet, sollte deshalb vor dem Verarbeiten ein kleines Stück roh probieren – schmeckt es bitter, kommt der ganze Kürbis weg, auch wenn nur eine Stelle betroffen scheint. Gekaufte Speisekürbisse sind züchterisch bitterstofffrei; das Risiko besteht vor allem bei Samen aus eigener Nachzucht, die mit einem Zierkürbis gekreuzt wurden.
Häufige Fragen
Welcher Kürbis muss geschält werden?
Muskat und Butternut ja, Hokkaido nicht – seine Schale wird beim Garen weich und hält die Stücke zusammen.
Woran erkennt man einen Zierkürbis?
Am bitteren Geschmack. Ein Kürbis, der roh bitter schmeckt, gehört sofort weg; Cucurbitacin wird beim Kochen nicht abgebaut.
Welche Sorte für Kuchen?
Muskatkürbis. Er ist mehlig und süß und wird weich; Hokkaido bleibt bissig.
Wie lange hält ein Kürbis?
Mehrere Monate bei 12 bis 15 Grad, solange der Stiel dran ist und die Schale unbeschädigt bleibt.
Kann man Kürbiskerne verwenden?
Ja. Gewaschen, getrocknet und in der Pfanne geröstet sind sie eine Beilage – die schalenlosen Kerne stammen allerdings von einer eigenen Sorte, dem Ölkürbis.
Aus der Sammlung
Der Rolet wird gerne für Suppen verwendet.
Der Atlantic Giant's Dill ist hauptsächlich wegen seiner Größe begehrt.
Ansonsten wird er für Kuchen und Pie's verwendet.
Der "Flying Saucers" kann roh für Salate verwendet werden.
Diese Sorte ist eine Varietät des Riesenkürbis, wird aber nur 1 bis 2 kg schwer.
Der Hokkaido-Kürbis hat sich in den letzten Jahren zum "König der Kürbisse" gemausert.
Da auch die Schale beim Garen weich wird, muss er nicht geschält werden.
Das hat den einzigen Nachteil, dass er nicht als dekorative Suppenschüssel verwendet werden kann.
Sein Fruchtfleisch hat einen nussigen Geschmack, der für alle denkbaren Zubereitungen passt.
Einfach oben einen Deckel abschneiden, Kerne und Fäden herausnehmen, Deckel wieder aufsetzen und in der Microwelle bei 600 Watt etwa 5 Minuten garen. Wie Folienkartoffeln auslöffeln.
