Kocher - Forellen in Folie
Im Bratschlauch gart die Forelle im eigenen Dampf: nichts trocknet aus, nichts spritzt, und die Küche riecht nicht nach Fisch. Es ist die verzeihlichste Art, einen ganzen Fisch zu garen.
Die Mengen sind für 2 Portionen angelegt; 10 Zutaten; 2 Arbeitsschritte.
Das Rezept gehört zur Gruppe Fisch dieser Sammlung.

Zutaten
- 2 Forellen je 400 g
- eine mittelgroße Karotte
- eine Zwiebel
- eine Knoblauchzehe
- einen Teelöffel Salz
- Pfeffer aus der Mühle
- einen Teelöffel Estragon
- eine halbe Zitrone
- 2 EL Olivenöl
- ca. 50 cm Bratschlauch
Zubereitung
- Die küchenfertigen Forellen: also ausgenommen, gesäubert und geschuppt; innen und außen salzen und mit Zitronensaft säuern.
- Mit Estragon und Pfeffer würzen.
Hinweise
- Den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
- Die Karotte putzen und in feine Scheiben schneiden.
- Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.
- Den Knoblauch fein hacken.
- Die Forellen mit den Karottenscheiben, den Zwiebelringen und dem gehackten Knoblauch füllen.
- Außen werden die Forellen mit Olivenöl eingepinselt.
- Die so vorbereiteten Forellen in den Bratschlauch stecken und diesen an beiden Enden verschließen.
- Die Forellen auf einem Blech in den vorgeheizten Backofen geben und bei 200 Grad Celsius 20 Minuten garen.
- Mit Stangenweißbrot und einer Schüssel gemischten grünen Salat servieren.
- Wichtiger Hinweis: Ziehen Sie zum Öffnen des Bratschlauches unbedingt Schutzhandschuhe an.
- Sonst verbrennen Sie sich an dem heißen Dampf.
- Noch etwas: wenn Sie Knoblauch nicht mögen - lassen Sie ihn einfach weg! und Sie können natürlich auch andere frische Forellen nehmen wenn Ihnen der Weg nach Oberkochen zu weit ist.
Trocken einlegen, nicht mit Flüssigkeit
In den Schlauch gehört keine Brühe und kein Wein. Die Forelle gibt selbst genug Flüssigkeit ab, und zusätzliche Flüssigkeit kocht den Fisch statt ihn zu dämpfen – das Fleisch wird dann wässrig und löst sich von den Gräten, bevor es gar ist. In den Bauch kommen Petersilie, Zitronenscheiben und ein Zweig Thymian; Zwiebeln machen ihn wässrig.
Der Schlauch braucht Löcher
Zwei oder drei Einstiche oben lassen den Überdruck entweichen. Ohne sie bläht sich der Schlauch auf und reißt an der schwächsten Stelle, meist über dem Fisch, und dann läuft der Saft in die Form. Der Schlauch wird an beiden Enden geschlossen, aber nicht straff: der Dampf braucht Raum, um zu zirkulieren.
Karotte und Zwiebel gehören mit hinein
Die Karotte wird in dünne Scheiben geschnitten, die Zwiebel in Ringe, und beides kommt unter und neben die Forellen, nicht in sie hinein. Sie halten den Fisch vom Blech ab, sodass die Unterseite nicht ansetzt, und geben beim Garen Feuchtigkeit ab, aus der im Schlauch der Dampf entsteht. Der Knoblauch wird angedrückt, nicht gehackt – gehackt verbrennt er im heißen Schlauch und wird bitter. Estragon und Zitrone kommen in den Bauchraum, wo sie von innen würzen, ohne die Haut zu säuern.
Häufige Fragen
Wie lange braucht eine Forelle?
Eine Portionsforelle von etwa 250 Gramm 25 Minuten bei 180 °C. Zwei Fische nebeneinander brauchen nicht länger, gestapelt schon.
Woran erkennt man, dass sie gar ist?
Die Rückenflosse lässt sich mit leichtem Zug herausziehen. Das ist der zuverlässigste Test bei ganzen Fischen.
Geht es auch in Alufolie?
Ja, das ist die ältere Variante. Der Schlauch hat den Vorteil, dass man den Fisch sehen kann und er nicht am Papier klebt.
Kann man mehrere Fische zusammen garen?
Nebeneinander ja, bis der Schlauch voll ist. Sie dürfen sich nicht berühren, sonst garen die Berührungsstellen nicht durch.
Was kommt in den Bratschlauch außer dem Fisch?
Nichts, was Wasser zieht. Kräuter und Zitrone in den Bauch, sonst bleibt er leer.
