Laubfrösche gefüllte Mangoldblätter
Laubfrösche sind gefüllte Mangoldblätter: blanchierter Mangold um das Brät Nürnberger Rostbratwürste gerollt, im Bräter angebraten und im offenen Ofen in Brühe fertig gegart. Den Namen haben sie von ihrer Farbe, die die Methode ausdrücklich schützt.
Die Mengen sind für 4 Portionen angelegt; 12 Zutaten; 12 Arbeitsschritte.
Das Rezept gehört zur Gruppe Fleischgerichte dieser Sammlung.

Zutaten
- 12 große Mangoldblätter
- 1 EL Salz für das Blanchierwasser
- 8 Nürnberger Rostbratwürste (etwa 400 g)
- 2 altbackene Wecken
- 100 ml Milch zum Einweichen
- 1 Zwiebel
- 1 Ei
- 30 g Butter
- 300 ml Fleischbrühe
- 1 EL Tomatenmark
- 150 g saure Sahne
- Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
- In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen 1 EL Salz zugeben und die Mangoldblätter 3 Minuten blanchieren.
- Sofort in eiskaltem Wasser abschrecken, herausnehmen und gut abtropfen lassen.
- Den Backofen auf 200 °C Ober- / Unterhitze vorheizen.
- Die Nürnberger Rostbratwürste aus der Haut drücken und je einen gut gehäuften Esslöffel in die Mitte eines gut abgetrockneten Mangold Blattes geben.
- Das Mangoldblatt an den Seiten einschlagen und dann aufrollen.
- In einem Bräter die Butter erhitzen und die Mangoldrouladen mit der Überlappungsstelle nach unten in den Bräter legen und gut anbraten.
- Nicht wenden, denn die "Laubfrösche" sollen oben ihre grüne Farbe behalten.
- Die Brühe angießen und den Bräter in den Backofen stellen.
- Sobald die Brühe köchelt die Temperatur auf 180 °C reduzieren.
- Die Laubfrösche im offenen Bräter 25 Minuten garen.
- Die Laubfrösche kurz aus dem Bräter nehmen und die Sauce mit Tomatenmark, saurer Sahne, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
- Dazu passen am besten Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree.
Hinweise
- Mit purem Brät aus den Nürnberger Rostbratwürsten wird die Füllung sehr fest und "mächtig".
- Deshalb der Tipp: Mischen Sie 200 g gekochte, durchgepresste Kartoffel unter das Brät, dann wird die Füllung lockerer.
- Die echten Bietigheimer Laubfrösche werden übrigens mit Fleischresten gemacht, unter die man einen alten, eingeweichten, gut ausgedrückten Wecken und ein Ei mischt. gefüllte Mangoldblätter
Blanchieren, abschrecken, trocknen
Drei Minuten in sprudelndem Salzwasser machen das Blatt biegsam, ohne dass es zerfällt. Das Abschrecken in Eiswasser stoppt das Garen und hält das Grün; ohne diesen Schritt wird das Blatt im Ofen olivbraun. Und es muss wirklich trocken sein, bevor das Brät daraufkommt – ein nasses Blatt lässt sich nicht dicht rollen und die Rolle geht im Bräter auf.
Warum nicht gewendet wird
Die Rouladen kommen mit der Überlappung nach unten in die heiße Butter und werden nur von dieser Seite angebraten. Das verschweißt die Naht. Die Oberseite bleibt ungebraten und behält ihr Grün – genau darauf zielt der Name. Wer wendet, hat braune Päckchen.
Offen im Ofen, nicht zugedeckt
Die Brühe wird angegossen, der Bräter kommt offen in den Ofen, und sobald sie köchelt, geht die Temperatur von 200 auf 180 °C zurück. Offen verdampft ein Teil der Flüssigkeit und der Rest wird zum Sud; zugedeckt dämpfen die Rouladen und die Naht weicht auf.
Mangold vorbereiten
Die dicken Stiele werden vor dem Blanchieren aus dem Blatt geschnitten – sie brauchen länger als das Blatt und würden die Rolle sperrig machen. Weggeworfen werden sie nicht: in Stücke geschnitten und mitgeschmort ergeben sie das Gemüsebett im Bräter. Zwölf große Blätter reichen für vier Portionen; von kleineren nimmt man zwei übereinander, leicht überlappend gelegt.
Häufige Fragen
Geht es mit anderem Brät?
Ja. Nürnberger sind fein und mit Majoran gewürzt, was zum Mangold passt. Grobe Bratwurst geht ebenso, dann etwas Majoran zugeben.
Kann man Spinat statt Mangold nehmen?
Nur bedingt. Spinatblätter sind zu klein und zu dünn und reißen beim Rollen. Wirsingblätter funktionieren, brauchen aber fünf Minuten Blanchierzeit.
Was passt dazu?
Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree und der eingekochte Sud aus dem Bräter.
Lassen sie sich vorbereiten?
Gerollt ja, einen Tag vorher im Kühlschrank. Angebraten und gegart werden sie frisch, sonst verlieren sie Farbe und Biss.
