Bild : Aalener Kochbären
 

 

 

26.03.2014

 
 

Powidl Pflaumenmus

Rezept

 
   
 

österreichisches Rezept

  Linie  
 

Zutaten :

     
  • 5 kg Zwetschken (Pflaumen)
  • 1/2 Kaffeelöffel Zimt
  • frisch geriebener Ingwer

 

Bild : Powidl



 

Zubereitung :

     

Mindestens 5 kg (10 Pfund) reife Zwetschken ( Pflaumen ) werden entkernt, halbiert und in einem Emailgeschirr, ganz ohne Wasser- und Zuckerzusatz auf offenem Feuer gekocht, bis die sich bildende Flüssigkeit gut eingekocht ist. Danach wird die Masse auf der Herdplatte unter fleißigem Umrühren so lange gekocht, bis alles ein ganz dickes Mus geworden ist ( 2 ½ bis 3 Stunden ). Man würzt mit einem halben Kaffeelöffel feingestoßenem Zimt und etwas geriebenem Ingwer. Noch einmal tüchtig durchgekocht wird das Mus in Einsiedegläser gefüllt, die mit Pergamentpapier verbunden, 20 Minuten in Dunst gestellt werden.

 

Man kann auch den Powidl nach dem Würzen noch heiß in Steinguttöpfe einfüllen, glatt streichen und erkalten lassen. Um Luftzutritt und Schimmelbildung zu vermeiden, gibt man etwas flüssig gemachtes Schweineschmalz auf das vollständig erkaltete Mus, das dann kühl und trocken aufbewahrt wird.

 

Wird voraussichtlich nicht viel Powidl auf einmal verbraucht, so ist es besser, das Mus in kleinere Gläser, deren Inhalt gerade für eine Malzeit reicht, einzufüllen. In diesem Falle wird nicht 20 sondern höchstens 8 Minuten im Dunst gekocht. Vor der Verwendung wird die entsprechende Menge Powidl mit etwas Zitronensaft oder Rum und Staubzucker ( Puder- oder Mehlzucker) vermischt und je nach Verwendungsart eventuell noch mit Wasser oder Weißwein verdünnt (Powidlsauce).

 

Rezeptquelle : "Die gute Wiener Mehlspeise" aus dem Jahre 1953

 

Hinweis der Aalener Kochbären :

Die "Zwetschgenschwemme" 2007 hat es mit sich gebracht, daß wir sehr viele Zwetschgen zu verarbeiten hatten. Die Meisten haben wir halbiert, entkernt, auf ein Schneidebrett aus Glas gelegt, tiefgefroren und dann in Gefriertüten gefüllt. Die Zwetschgen können dann einzeln entnommen werden und zum Zwetschgenkuchen verwendet werden.

Die weniger schönen, überreifen, am Stielansatz schon eingeschrumpften haben wir dann in einen Topf gegeben und daraus Powidl nach obigem Rezept gemacht. Zunächst hat man Bedenken die Zwetschgen ganz ohne Wasser zu erhitzen (Wir haben kein "Emailgeschirr", sondern einen Edelstahltopf genommen). Man muß am Anfang häufiger umrühren, da sich ein Belag bildet. Später geben die Zwetschgen dann etwas Flüssigkeit ab. Die Flüssigkeit soll verkochen - also den Topf offen lassen und fleißig rühren. Nach 3 Stunden hat man dann ein dunkles Pflaumenmus - Powidl - dem leider das Beste der Pflaumen (die Vitamine) zum großen Teil fehlt.

 

 
   
 

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