Bressehuhn
und anderes hochwertiges Geflügel

 
 
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Beim
Heimatbuchverlag
Edition Limosa ist unser Buch:

Kochbuch Ostalbkreis Bildergalerie

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Bild: Bressehahn in den NesselnBild: BressehühnerBild: Bressehuhn-Gruppe mit Hahn
 
   
 
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Volaille de Bresse - Bressehuhn

Frankreichs bestes Geflügel erkennt man am "Label Rouge". Das garantiert dem Verbraucher beste Qualität, und dem Huhn ein artgerechtes Leben.

Das edelste Geflügel - das Geflügel der Könige ( Volailles des Rois) - kommt aus der Bresse, ein A.O.C. Gebiet das teilweise die Departements Ain, Jura und Saone et Loire (Burgund) bedeckt.

Das Bresse Huhn hat seit 1957 ein Appelation d'Origine Contrôlée. Also eine kontrollierte und Garantierte Herkunftsbezeichnung. Diese Auszeichnung garantiert (unter anderem) dass das Bresse Huhn mindestens 75% Getreide und keine tierischen Fette und kein Tiermehl im Futter hat.

Der vergleichsweise hohe Preis für ein Bressehuhn erklärt sich aus dem „luxuriösen“ Leben, das so ein Huhn hat:
Bereits im Alter von einem Monat (nach 35 Lebenstagen) stehen ihm 10 Quadratmeter Wiese zu. Vergleichen sie das mal mit der Bürofläche, die einem normalen Angestellten zusteht!
Als Poulet (also das „gewöhnliche“ Huhn) darf es diese Freiheit auf der grünen Wiese neun Wochen genießen. Wobei sie sich beileibe nicht von Gras und Regenwürmern ernähren muss! Ihr wird köstlicher Mais in Milch eingeweicht serviert! Als Poularde geht es ihr noch besser, da darf sie dieses angenehme Leben 11 Wochen führen. Der Kapaun hat sogar 23 Wochen Auslauf.

Die Tiere dürfen ausschließlich mit regional angebautem Mais oder Buchweizen gefüttert werden. Um etwas Fett anzusetzen wird 10 bis 15 Tage vor der Schlachtung eine spezielle Mast durchgeführt. Bei der Endmast wird das Futter mit Mais und Milch ergänzt, um die Marmorierung und die Zartheit des Fleisches nochmal zu steigern.

Poulet de Bresse

Das Hühnchen aus der Bresse kommt vom männlichen oder weiblichen Küken der Rasse „Gauloise de Bresse“.

Es wird mit Korn, Getreide und Mais ernährt, das nur aus der Bresse kommen darf. Außerdem mit Milchprodukten (entrahmte Milch, Buttermilch). Zusätzlich nimmt es im Freiland (10 Quadratmeter pro Huhn) Gras, Würmer, Insekten … auf. Nach 4 Monaten wird die Mast 10 Tage im sogenannten Spinett (salle d'engraissement) bei Ruhe und gedämpftem Licht abgeschlossen.

Ausgenommen und bratfertig wiegt das Poulet de Bresse mindestens 1,2 kg.

Kennzeichnung:
Ring am linken Fuß mit Name und Adresse des Züchters.
Siegel am Halsansatz mit dem Namen des zugelassenen Schlachthauses
Spezialetikett Poulet de Bresse
Zusätzliche Unterscheidung:
Prêt-à-cuire – ausgenommen, ohne Innereien, ohne Hals und ohne Füße
2010 – etwa 11,95 Euro per kg
Effilé – Ausgenommen (ohne Därme) aber mit allen Innereien, also auch Leber, Galle, Magen, Nieren u.s.w.) und mit Kopf, Hals, Füßen.
2010 – etwa 9,50 Euro pro kg.

Bei dem Exemplar, das wir gekauft haben blieben von einem 1,36 kg schweren Poulet noch 915 Gramm übrig. Hat man keine Verwendung für Hals und Magen ist es günstiger, das Poulet prêt-à-cuire zu kaufen.

Poularde de Bresse

Das Masthühnchen aus der Bresse kommt ausschließlich vom weiblichen Küken der Rasse „Gauloise de Bresse“.

Es wird mit Korn, Getreide und Mais ernährt, das nur aus der Bresse kommen darf. Außerdem mit Milchprodukten (entrahmte Milch, Buttermilch). Zusätzlich nimmt es im Freiland (10 Quadratmeter pro Masthuhn) Gras, Würmer, Insekten … auf. Nach 5 Monaten hat es noch kein Ei gelegt. Dann wird die Mast 4 Wochen im sogenannten Spinett abgeschlossen.

Ausgenommen und bratfertig wiegt die Poularde de Bresse mindestens 1,8 kg.

Kennzeichnung:
Ring am linken Fuß mit Name und Adresse des Züchters.
Siegel am Halsansatz mit dem Namen des zugelassenen Schlachthauses
Spezialetikett Poularde de Bresse
Mit einem Siegel: entweder (blau) „Poularde de Bresse“ oder wenn eingewickelt : (rot) Poularde de Bresse Roulee.

Chapon de Bresse

Der Kapaun aus der Bresse kommt ausschließlich vom männlichen Küken der Rasse „Gauloise de Bresse“.

Er wird mit Korn, Getreide und Mais ernährt, das nur aus der Bresse kommen darf. Außerdem mit Milchprodukten (entrahmte Milch, Buttermilch). Zusätzlich nimmt es im Freiland (20 Quadratmeter pro Kapaun) Gras, Würmer, Insekten … auf. Nach 8 Monaten wird die Mast 4 Wochen im sogenannten Spinett abgeschlossen.

Der Chapon de Bresse wird ausschließlich ausgenommen und in ein Leinenkorsett eingewickelt verkauft. Bratfertig wiegt der Chapon de Bresse mindestens 3 kg.

Kennzeichnung:
Ring am linken Fuß mit Name und Adresse des Züchters.
Siegel am Halsansatz mit dem Namen des zugelassenen Schlachthauses
Spezialetikett Chapon de Bresse
Mit einem Siegel: (rot) Chapon de Bresse.

Ein echtes Bressehuhn bekommt beim Verkauf ein blau-weiß-rotes Gütesiegel und wird nicht nur in Frankreich sondern auch in Deutschland mit Kopf und Füßen verkauft. Denn das Bressehuhn ist mit seinem roten Kamm, dem weißen Gefieder und den blauen Füßen als echter Franzose ganz in den französischen Nationalfarben gekleidet. Vor allem an den blauen Füßen erkennt der Kenner das echte Bressehuhn.
Vor dem Verkauf erhält der Kapaun (Chapon) noch eine besondere Behandlung. Nach behutsamen Rupfen wird er in Milch gebadet und dann in Leinen eingenäht. Einst diente das der Konservierung, heute geht es um die Schönheit und Wohlgeschmack. Der Leinensack sitzt sehr eng und stramm, damit sich das noch warme Fett an Brust und Keulen über den ganzen Körper verteilt. Wenn nach zwei Tagen das Gewand fällt ist der Kapaun bereit für den großen Auftritt. Kurz vor Weihnachten ruft die Bresse zum Concours des Volailles "Les Glorieuses". Dann werden in Louhans, Pont-de-Vaux, Montrevel und Bourg-en-Bresse die besten Kapaune und Poularden aus der Bresse gekürt. Seit 1862 beäugen strenge Richter die präsentierten Kapaune und Poularden. Dabei geht es für die Züchter nicht nur um die Ehre. Wer eine Auszeichnung erringt, erhält auch den Lohn für seine Mühen.

Wer eine solche Kostbarkeit nach Hause trägt, sollte ihm auch in der Küche die angemessene Achtung erweisen. Der Ruhm des "Volaille de Bresse" gründet auf dem zarten, schmackhaften, mit feinem Fett durchzogenen Fleisch. Wegen des veränderten Hormonhaushaltes setzt sich das Fett bei dem kastrierten Hahn nicht nur unter der Haut, sondern auch im Fleisch an. Es wird dadurch marmorierter, saftiger und zarter. Am Besten kommt es zur Geltung, wenn man den Vogel einfach langsam im Ofen brät, wobei man ihn häufig mit seinem eigenen Saft begießt, damit er auf keinen Fall austrocknet. Berühmt ist das Fricassée à la crème. Dabei wird das in Stücke zerlegte Poulet in Butter angebraten und in Sahne gegart.

Ein Pfingstmontag in Louhans

Louhans 24.Mai 2010 Pfingst-Montag

Da wir schon mit großem Andrang in Louhans gerechnet hatten, haben wir das Frühstück ausfallen lassen und sind bereits um 8:00 Uhr nach Louhans aufgebrochen. Schon am Ortsrand von Louhans fielen uns die vielen, am Straßenrand geparkten Autos auf. Aber wir haben uns munter in das Chaos gestürzt! Die Haupt-Parkplätze bereits brechend voll. Wer französische Verhältnisse kennt, weiß was das bedeutet. Nur mit äußerster Konzentration und Fahrgeschick gelang es mir dann an das andere Ende der Stadt zu kommen. Um viele Ecken herum fanden wir eine Möglichkeit, das Auto am Straßenrand abzustellen, wobei die Hälfte des Bürgersteiges blockiert wurde. Eine Parkmöglichkeit, die in Frankreich ganz „normal“ ist. Als wir später zurück kamen, waren weitere zwei Kilometer zugeparkt – die Autos teilweise vollständig auf dem Bürgersteig, so dass die Menschenmassen sich auf der Fahrbahn Richtung Innenstadt wälzten und den Verkehr fast zum Erliegen brachten.

Ein Markttag (immer Montags) in Louhans ist eine vielfältige Angelegenheit. Der „Markt“ verteilt sich über die gesamte Altstadt. Man sollte sich beim „Office de Tourisme“ einen Plan besorgen – überschrieben mit „Un Lundi à Louhans. Kommt man aus Richtung Dijon, Chalon auf der N78 nach Louhans, findet man an einem normalen Tag gleich hinter der Brücke über die Seille linker Hand einen großen Parkplatz am Fluss. Gleich gegenüber beginnt die „Grande Rue“ mit den Arkaden links und rechts. Am Ende dieser Straße befindet sich das Office de Tourisme.

An einem Markttag ist auf der „Grande Rue“ der allgemeine Trödelmarkt (Marché tout commerce). Um die Kirche herum sind die Stände mit Gemüse und Lebensmittel aller Arten aufgebaut (Marché alimentaire). Schinken, Käse und etliche Hähnchengrille von teilweise gigantischen Ausmaßen.

An einem Pfingstmontag ist der Markt natürlich noch durch einen Rummelplatz ergänzt. Hat man den Rummelplatz erst mal entdeckt, ist es zum Marché agricole nicht mehr weit. Bald kommen einem froh lächelnde Menschen mit Pappkartons entgegen, die Löcher haben (die Pappkartons) und in denen irgend ein Lebewesen zappelt. Der Platz ist nicht geteert, an einem sonnig-heißen Tag liegt Staub in der Luft und bald auch der typische Geruch nach Hühner-Haltung.

Zu Beginn findet man auch gleich die Hühnerkäfige. Wir wussten ja nicht, was uns erwartet und waren leicht überrascht, dass es bei diesem Markt fast ausschließlich um lebende Tiere geht. Am Anfang waren die Stände und Käfige mit den Küken. Küken aller Rassen! Dann wurden die angebotenen Hühner immer größer (alle Rassen) also nicht nur das typische Bressehuhn. Zwischendurch bereits Perlhühner, Truthähne, Wachteln. Weiter hinten kamen dann Enten hinzu. Noch weiter hinten wurden dann Kaninchen angeboten. Zwischen den „Großanbietern“ einzelne Bauern, die jeweils nur ein, zwei, drei Tiere anzubieten hatten. Weiter hinten wurde die Palette immer größer. Nicht nur seltene Hühnerrassen, auch Zuchthasen, Meerschweinchen, Tauben, Kanarienvögel, Zicklein … das gesamte (Nutz)Tierreich war vertreten. Immer wieder Menschen, die einen Karton mit einem oder mehreren Tieren abgeschleppt haben. Da waren Erwachsene, die sich ein paar Bresse-Hühner zur Mast geholt haben, aber auch Kinder, die mit glänzenden Augen ein kuscheliges Häschen, ein Hündchen oder ein Kätzchen im Karton vor sich her trugen.

Wir haben fleißig Fotos von den angebotenen Bressehühnern und sonstigen Rassen gemacht. Auf einigen Käfigen waren Hähne angebunden, die teilweise sehr imposant ausschauten. Fotos zu machen war nicht einfach, kaum hatte man das Objekt angepeilt, schob sich schon der nächste Besucher vor die Linse!

Wir hatten eigentlich auf eine große Auswahl an geschlachteten Bressehühnern gehofft. Aber nur im „hintersten Winkel“ des Marktes, kurz vor der Halle – in der auch Pferde verkauft werden) waren zwei Verkaufswägen, die geschlachtete Poulets anboten. Die Poulets wurden als Effilé angeboten. Das heißt – ausgenommen (ohne Därme) aber mit allen Innereien, also auch Leber, Galle, Magen, Nieren u.s.w.) und mit Kopf, Hals, Füßen. Um unsere Bildergalerie um diese Version zu ergänzen haben wir ein solches Poulet gekauft. Allerdings habe ich das hinterher bereut! Meine Frau hat ja Erfahrung mit dem Ausnehmen von Hühnern! Sie hat mir nur kurz einen Tipp gegeben, wie ich anfangen soll, dann hat sie schnell den Schauplatz verlassen. Ich habe es geschafft, das Poulet auszunehmen, würde es aber nie wieder machen.

 
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Bild: Bressehahn Bresse-Hahn

Bild oben: Ein stolzer Bressehahn

Poulet de Bresse

Bild oben: Poulet de Bresse in der Angebotsform "Effilé" = Ausgenommen (ohne Därme) aber mit allen Innereien, also auch Leber, Galle, Magen, Nieren u.s.w.) und mit Kopf, Hals, Füßen.

Poulet de Bresse

Bild oben: Das 1,36 kg schwere Poulet de Bresse, das wir in Louhans gekauft haben.

Poulet de Bresse

Bild oben: Poulet de Bresse in der Angebotsform "Prêt-à-cuire" = ausgenommen, ohne Innereien, ohne Hals und ohne Füße.

Bild: Chapons de Bresse

Bild oben: Chapons de Bresse bei der Prämierung am 14.12.2012

 

Bressehuhn vom Grill in Louhans

Bild oben: Bressehuhn vom Grill in Louhans

 
     
 
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Bressehuhn-Fest in Romenay:

Wer von Turnus auf der D975 Richtung Bourg-en-Bresse fährt, kommt nach wenigen Kilometern nach Romenay. Dort findet am Pfingstsonntag die "Fête du Poulet de Bresse" statt.

Besonders beeindruckt hat uns der gigantische "Gockelgrill". Es wurde eine große Grube ausgehoben und darin etliche Kubikmeter Äste verbrannt. Über der glühenden Kohle wurden 16 Motorgetriebene Spieße angeordnet, auf denen je 8 Poulets aufgespießt waren.

Damit die Haut der Poulets schön knusprig wurde, haben zwei Männer mit großen Spritzen Wasser mit Gewürzen darin über die Poulets gesprüht.

Bild: Bressehuhn-Fest in Romenay

128 gegrillte Bressehühner ergeben 512 Portionen. Es waren drei große Zelte für die Gäste vorbereitet. Entsprechend viele Helfer sorgten dann für die Verteilung. Wie in Frankreich üblich, gab es eine Vorspeise. Als Hauptgericht das gegrillte Beressehuhn. Einen Frischkäse (Fromage blanc) als Käsegang und einen Kuchen (Gateau) als Dessert.

Saint-étienne-du-bois

Unweit von Bourg-en-Bresse, etwas nördlich an der D1083 in Saint-Etienne-du-Bois liegt das Zentrum für die Zuchtwahl der Bresse-Rasse. Dort ist auch (wie in vielen Orten in der Bresse) ein altes Farmhaus renoviert und zu einem Museum umgebaut worden. Auffällig sind diese Gebäude durch ihr Fachwerk. Vielfach wurde auch der Putz über den Ziegelsteinen entfernt, so dass das ursprüngliche Aussehen wieder hergestellt ist. Ein weiters Kennzeichen sind die Trauben von Maiskolben, die an den Dachvorsprüngen aufgehängt sind.

Bild: Maison de Pays en Bresse

Bild oben: Maison de Pay en Bresse (Typisches Landhaus der Bresse)

Bild: Maison de Pay en Bresse

Bild oben: Von den Dachvorsprüngen hängen Trauben von Maiskolben, ein beliebtes Futter für das Bressehuhn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
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Bild: Bressehuhn Fest in Romenay

Bild oben: Ankündigung des Bressehuhn Festes in Romenay

Bild: 128 Bressehühner werden gegrillt.

Bild oben: Der gigantische Gockelgrill mit 128 Bressehühnern

Bild: Geflügel der Bresse, Geflügel der Könige

Bild oben: Am Info-Center in Saint-Etienne-du-Bois verkündet ein Schild:
"Volailles de Bresse - Volailles des Rois"

"Geflügel der Bresse - Geflügel der Könige"

Darunter eine Aufzählung:

1862 wurde in Bourg eine Wettbewerbsausstellung von "fettem Geflügel" organisiert. Sieger wurden die Kapaune der Bresse aus Bourg.
Kredenzt Kaiser Napolen III .

1864 wurde in Paris ein spezielles Wettbewerb für Hühner der Bresse und Kapaune abgehalten. Sieger wurden die Poularden und Kapaune aus Bourg.
Kredenzt der Königin Victoria von England.

1914 wurde in Bourg eine Wettbewerbsausstellung von "fettem Geflügel" aus Bourg abgehalten. Gekürt wurden die Kapune in Bourg.
Kredenzt seiner Majestät Albert 1er König von Belgien.

Danach wurde es "bürgerlich".

1937 auf der 73ten Geflügelzüchter Ausstellung in Paris wurden die Kapaune aus Bourg ausgezeichnet.
Kredenzt dem Präsidenten Albert Lebrun

1952 wurde in Bourg eine Wettbewerbsausstellung von "fettem Geflügel" organisiert. Die Sieger Poulets und Kapaune wurden durch eine Delegation aus Bourg direkt im Elysee Palast dem
Präsidenten Vincent Auriol überreicht.

1956 wurden auf der Landwirtschaftsausstellung in Paris die Sieger-Kapaune aus Bourg gekürt und direkt von den Preisträgern dem
Präsidenten Rene Coty übergeben.

1959 wurden auf der Landwirtschaftsausstellung in Paris die Sieger-Kapaune aus Bourg gekürt und im Namen der Stadt Saint-Etienne-du-Bois dem Präsidenten General de Gaulle übergeben.

1972 wurden auf der Landwirtschaftsausstellung in Paris die Sieger-Kapaune aus Bourg gekürt und direkt von den Preisträgern dem
Präsidenten Georges Pompidou übergeben.

1975 wurden auf der Landwirtschaftsausstellung in Paris die Sieger-Kapaune aus Bourg gekürt und direkt von den Preisträgern im Elysee-Palast dem
Präsidenten Georges Pompidou übergeben.

1982 wurden auf der Landwirtschaftsausstellung in Paris die Sieger-Kapaune aus Bourg gekürt und direkt von den Preisträgern im Elysee-Palast dem
Präsidenten FrancoisMitterrand übergeben.

 
     
   
 
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Region Bresse :

Der Lebensraum des Bresse Huhns ist nicht etwa ein französisches Departement, von denen es 100 gibt, sondern ein A.O.C. Gebiet, das sich über mehrere Departements erstreckt. (A.O.C. Bedeutet Appellation d'Orgine Contrôlée = kontrollierte Herkunftsbezeichnung). Bis April 2009 bildeten die Departements auch die letzten beiden Stellen der Kfz-Kennzeichen.
Dem A.O.C. Liegt der Terroir-Gedanke zu Grunde. Das bedeutet, das Produkt muss aus einer klar abgegrenzten Region stammen. Bereits im 15. Jahrhundert wurde die Erzeugung von Roquefort durch ein Parlamentsdekret geregelt.
Später wurde diese Qualitätsbezeichnung vor allem für Weine wichtig. Aber auch Käse (man denke nur an den Camembert A.O.C.), Calvados, Pommeau, Cidre, Beurre d'Isigny … lassen sich mit diesem Siegel besser vermarkten.

Was hat nun ein Huhn mit dem „Terroir“ zu tun? Bei Wein ist es offensichtlich dass sein Geschmack vom Boden abhängt, auf dem er wächst. Beim Käse ist das schon etwas schwieriger zu verstehen. Das Gras der Normandie ist eben ein besonderes Gras und so geben die Kühe eine besondere Milch, die dann die Grundlage für den A.O.C. Käse bildet.

1936 jedenfalls erstritten die Bauern der Bresse vor dem Gericht in Bourg einen Schiedsspruch, der bestätigt, daß sie aufgrund der greifbaren Werte ihrer Fähigkeiten, der beharrlichen Aufrechterhaltung des Brauchtums, der althergebrachten Kenntnisse und Gepflogenheiten und eines landwirtschaftlichen Bodens, dem sie mehr als irgendjemand anders verbunden sind, die Berechtigung zu einem A.O.C. Herkunftsnachweis haben. Am 1. August 1957 wurde dann vom Staatspräsidenten René Coty ein Gesetz unterzeichnet, das die Grenzen des Terroir festlegte und ausschließlich dem Geflügel aus der Bresse das Recht zugesteht, sich mit einer A.O.C. Herkunftsbezeichnung auszuweisen.

Wo liegt nun die Bresse?

Wer auf der Autobahn Richtung Süden dem Mittelmeer zustrebt und die A39 nimmt, um Lyon östlich zu umfahren, kommt in der Nähe von Bourg-en-Bresse an einer Raststätte vorbei, die mit einem großen „Blech-Huhn“ für das Bressehuhn wirbt. In Bourg-en-Bresse hat man beinahe schon die südliche Grenze der Bresse erreicht. In Bourg-en-Bresse ist die Präfektur des Departement Ain. Einige Kilometer südlich der A40 verläuft die südliche Grenze des A.O.C. Gebietes Bresse. Von Deutschland kommend hat man das A.O.C. Gebiet schon bei Dole im Department Jura erreicht. Dort verläuft die nördliche Grenze entlang des Flusses Doubs. In Lons-le-Saunier ist die Präfektur des Department Jura und die östliche Grenze. Entscheidet man sich bei Dole für die A6 über Beaune und Mâcon durch das Burgund in das Department Saône-et-Loire zu fahren, liegt ab Chalon-sur-Saône die Bresse östlich. Die westliche Grenze bildet der Fluss Saône.

Die genannten Departements gehören jedoch nicht vollständig zum 3.536 km großen A-O.C. Gebiet Bresse.

Unser Zwischenstopp Richtung Süden ist meist in L'Epervire, nahe Sennecey-le-Grand. Dieses Schloss liegt zwar im Department Saône-et-Loire, aber vom Bressehuhn merkt man dort noch nichts. Westlich der Saône gehört das Land dem Wein, dem Senf und den Charolais Rindern. Erst wenn man auf dem Weg nach Louhans die Saône nach Osten überquert, fällt auf dass viele Städte nun den Beinamen „en-Bresse“ tragen. Also „in der Bresse gelegen“. Auch große Schilder weisen jetzt darauf hin, dass man nun in der Bresse ist.

Bild: Sie sind in der Bresse

Louhans, über das wir schon an anderer Stelle berichtet haben, ist eine der großen Städte mit einem großen Geflügelmarkt für das Bressehuhn. Weiter südlich und ebenfalls östlich der Saône liegt Pont-de-Vaux und Montrevel-en-Bresse die wie Bourg-en-Bresse ebenfalls am jährlichen Spektakel, dem Concours des Volailles "Les Glorieuses" beteiligt sind.
Unweit von Bourg-en-Bresse, etwas nördlich an der D1083 in Saint-Etienne-du-Bois liegt das Zentrum für die Zuchtwahl der Bresse-Rasse.

Für den Feinschmecker – dem Gourmand wie er in Frankreich bezeichnet wird, sind diese Orte nur so weit von Bedeutung als er dort hofft, das wohlschmeckende Bresse Geflügel kaufen oder gleich in einem der Restaurants verspeisen zu können.

Für diesen, von Feinschmecker zu Feinschmecker noch ein besonderer Tipp:

Fährt man auf der N78 von Louhans Richtung Chalon sur Saône kommt nach etwa 5 km rechter Hand ein Informations-Center. Außer Informationen zum Bressehuhn und Souvenirs aller Art gibt es auch ein Freigelände, auf dem man Bressehühner sehen kann. Auf großen Tafeln wird alles über die Aufzucht und Mast der Bressehühner erklärt. Wieder ein paar Kilometer weiter Richtung Chalon sur Saône liegt rechts ein großer Geflügel-Schlachthof des Geflügel Zuchtbetriebes Mairet an dem man Bresse-Geflügel auch in kleinen Mengen kaufen kann.

Bild: Mairet, hier kann man Bressegeflügel kaufen

Bild oben: Mairet, hier kann man Bressegeflügel wie Poulet, Poularde, Chapon und Dinde (Truthahn) kaufen. Daneben wird auch Geflügel der Bourgogne wie Dinde noir, Noir de Bourgogne (schwarzes Huhn), Pintade (Perlhuhn) und Chapon de Bourgogne angeboten.

Ferien im Burgund, in der burgundischen Bresse.

Bild: Ferienwohnung im Burgund

Wer Ruhe und Erholung in ländlicher Umgebung im Burgund sucht, ist im "Maison Libellule" genau richtig. Zur Auswahl steht eine Ferienwohnung in einem umgebauten und renovierten Bauernhaus oder eine Roulotte (Zigeunerwagen). Im 7000 qm großen Park befindet sich auch ein großer Badeteich, ein schattiger Grillplatz und ein Backhaus.

Ob Sie nur mal "die Seele baumeln lassen" wollen, oder von einer ruhigen Basis aus die Bresse und das Burgund erkunden möchten, in Maison Libellule sind Sie genau richtig.

 
Bild: Ecke links unten   Bild: Ecke rechts unten
 

Bild: die Saone begrenzt im Westen das Gebiet des Bressehuhns

Bild oben: Die Saône bei L'Epervire. Östlich davon beginnt das A.O.C. Gebiet Bresse.

Bild: Charolais Rinder

Bild oben: Westlich der Saône gehört das Land den Charolais Rindern.

Bild: Bressehuhn in Freilandhaltung

Bild oben / unten: Östlich der Saône werden Bressehühner im Freiland gehalten.

Bild: Bressehuhn im Freiland

Bild: Schau-Zucht am Bresse - Info Center

Bild oben: Am Bresse Info Center kann man Bressehühner im Freiland sehen.

Bild: Bressehuhn Info Center

Bild oben: Schautafeln am Bressehuhn Info Center erklären die Aufzucht des Bressehuhns und die Zuchtbedingungen für Poulet, Poularde und Chapon de Bresse.

 
   
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Ein Hühnerzaun für 4.000 Hühner ?

Ob Poulet oder Poularde, laut Vorschrift steht jedem Huhn 10 Quadratmeter Wiese zu. Dem Kapaun sogar 20 Quadratmeter. Wer die Bresse bereist kann sich davon überzeugen dass diese Vorschrift auch eingehalten wird. In den Bildern weiter oben hat man ja schon die riesigen Wiesen gesehen.

So ein Hühnermäster in der Bresse gibt sich ja nicht mit "ein paar Hühnern" ab. Die Größenordnung liegt so bei 4.000 Hühner.

Nur - wie zäunt man eine Wiese mit 40.000 Quadratmeter ein? Das ist zum Beispiel eine Fläche von 200 x 200 Meter, also 800 Meter Zaun.

Wer schon mal versucht hat, Hühner einzuzäunen, der weiß wie schwierig das ist. Die "Vögel" fliegen oben drüber oder buddeln sich unten durch.

Die Lösung sieht man im Bild links - ein Elektrozaun. Unten gehen zwei Elektrodrähte knapp über dem Boden durch. Der Blaue "Draht" ist nur eine Schnur.

Ganz oben bei etwa 1,2 Meter kommt dann noch mal ein Elektrodraht.

Billig ist die Lösung sicher auch nicht - aber sicherlich preiswerter als ein Maschendrahtzaun der auch noch ein Stück in den Boden eingegraben sein muss.

 
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  Bild: Hühnerzaun  
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Bressehuhn in Deutschland?

Auch in Deutschland gibt es engagierte Geflügelzüchter, die Wert auf artgerechte Haltung und Fütterung legen. Sie sind stolz auf die Qualität ihrer Geflügel. Natürlich interssiert sich so ein Geflügelzüchter dann auch für das berühmte Bressehuhn. Hat er erst mal genügend befruchtete Eier, ist die Chance vorhanden, dass ein Hahn dabei ist. Dann kann die Zucht der Bressehühner beginnen. Auch in Deutschland ist die Freilandhaltung wieder möglich. Die Stallpflicht ist längst aufgehoben. Mais und Milch gibt es auch bei uns.

Trotzdem darf das Huhn nicht als A.O.C. Bressehuhn verkauft werden. Das A.O.C. garantiert dem Käufer, dass die oben genannten Bedingungen eingehalten wurden. Dieses Siegel stellt also Vertrauen her - Vertrauen zum Geflügelzüchter. Das ist auch erforderlich, denn wenn ich irgendwo in Frankreich ein Bressehuhn kaufe, kenne ich sicherlich den zugehörigen Geflügelzüchter nicht. Kennt man jedoch den Geflügelzüchter und hat genügend Vertrauen zu ihm, kann man auf so ein Siegel verzichten.

Bild: Küken vom Bressehuhn Bressehuhn-Küken

Ein sehr engagierter Geflügelzüchter hat uns folgendes geschrieben:

Hallo Kochbären,
in einem Rezept über die Verwendung von Bresse Huhn Fleisch behaupten Sie es ist in Deutschland nicht erhältlich. Ich lade Sie herzlich zu mir ein. Hier können Sie Bressegeflügel lebend oder geschlachtet in höchster Qualität erwerben.
Georg Krötz
Mergelgrubweg 10
86935 Rott
Tel. 0171 50 40 230

E-Mail: georg-kroetz@t-online.de

Ich bin ein langjähriger Geflügelhalter mit Schwerpunkt besonderer Fleischqualität. Mein angesammeltes know how benutze ich stets um die Fleischqualität meiner Tiere auf das höchste Niveau zu bringen. Dabei arbeite ich mit der N° I unter den Geflügelrassen, dem „BRESSE HUHN“.
Mein Bestand ist im Hause geschlüpft, artgerecht gehalten, natürlich gefüttert, täglich intensiv betreut und stressfrei zuhause geschlachtet.
Sie können sich jeder Zeit unangemeldet selbst vor Ort überzeugen.

 
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    Bild: Eier vom Bressehuhn Bressehuhn-Eier

Bild oben: Bressehuhn-Eier sind nicht reinweiß sondern cremefarben

 
       
       
     
 
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Interview mit Herrn Krötz

- einem sehr engagierten Geflügelzüchter

Kochbär:
"Herr Krötz, als engagierter Geflügelzüchter war das Bressehuhn für Sie natürlich besonders interessant. Ihnen haben sozusagen "die Ohren geklingelt" ob der Lobeshymnen über dieses Huhn. Wann haben Sie denn beschlossen mit der Zucht von Bressehühnern zu beginnen?"

G. Krötz:
Ich habe immer schon mit Tieren zu tun gehabt. Ein Leben ohne Tiere ist undenkbar für mich (Esel, Rinder, Hund und ...). Für den Verzehr wurden wöchentlich vom Bauernhof meiner Schwiegereltern Eier geholt. Das brachte mich auf die Idee selbst Hühner zu halten.
So hat mit fünf Hennen meine Leidenschaft begonnen. Es hat sich dann auf Mastgeflügel ausgeweitet und 25 Jahre kontinuierlich nach oben entwickelt. Heute glaube ich mit Bresse- Geflügel ein sehr hohes Niveau erreicht zu haben.

Kochbär:
"Sind Sie denn einfach auf gut Glück nach Frankreich gefahren, in der Hoffnung ein Züchter wird Ihnen schon ein paar befruchtete Eier abgeben, oder hatten Sie vorher Kontakt mit einem französischen Züchter?"

G. Krötz:
Nach fast schon verzweifelter Suche im Internet, der Sprache nicht mächtig, habe ich mich an französische Geschäftsfreunde gewandt. Diese nahmen Kontakt mit den von mir recherchierten Adressen auf und kauften Bruteier. Das war mein Glück, denn wie mir gesagt wurde, wäre an mich als Deutscher kaum verkauft worden.

Kochbär:
"Wie transportiert man denn befruchtete Eier? Einfach in der Styroporkiste? -
doch sicher nicht im Kühlschrank?"

G. Krötz:
Nach dem Anruf rein ins Auto und gut 400 km ins Elsass und wieder zurück. Große Kälte und Hitze ist zu vermeiden. Bei einer Transportdauer von ca. 5 Stunden bei Raumtemperatur nimmt das Brutei keinen Schaden.

Kochbär:
"Und dann kam eine spannende Zeit? Warten auf den Augenblick, wenn die ersten Bresse-Küken in Bayern schlüpfen. Vor allem die Frage: ist ein Hahn dabei?"

G. Krötz:
Zuhause angekommen wird sofort der Brutapparat bestückt, jeder Routinehandgriff doppelt kontrolliert. Natürlich wurde dieser Schatz besonders behandelt. Es beginnen 21 Tage voller Spannung und übertriebener Kontrolle der Kontrollen.
Nach 18 Tagen wird der Brutapparat umgestellt. Wendung aus, Luftfeuchtigkeit hoch, Luftklappen auf. Die Eier werden von der Wendevorrichtung genommen, geschiert (durchleuchtet ob ein Küken drin ist) lautere Eier entfernt, auf eine Schlupfhorte gelegt. Ab dem 21. Tag beginnt der Schlupf.

Kochbär:
"Hat Ihnen denn der Züchter auch Tipps zur Aufzucht gegeben? Oder mussten Sie
sich da aus anderen Quellen informieren."

G. Krötz:
Natürlich ist von den Franzosen keine Hilfe zu erwarten. Das ist aber auch nicht notwendig, denn das Küken ist wie jedes Andere zu behandeln.

Kochbär:
"Nach ein paar Tagen kommen die Hühner ja ins Freiland. Nachts schlafen sie
aber im Stall?

G. Krötz:
Küken, die maschinell ausgebrütet werden, müssen mindestens sechs Wochen im Stall bleiben, bevor sie auf die Wiese können. Im Gegensatz zu von einer Glucke geführten Brut sind die Küken orientierungs- und schutzlos und werden nicht ständig gewärmt.

Kochbär:
„Da gibt es im Stall dann eine Wärmeglocke oder so was ähnliches?“

G. Krötz:
Zu Großmutters Zeiten  wurde die klassische Rotlichtlampe über die Küken gehängt. Ich verwende heizbare Platten, die gibt´s in der Geflügelbedarfshandlung in verschiedenen Größen und Stärke. Meine größte hat 100x50 cm und 100 Watt. Der Vorteil ist der, dass die Wärme gleichmäßig verteilt ist. Bei der Rotlichtlampe trampeln sich sie Küken auch schon mal unter dem Wärmekegel tot.

Kochbär:
"Man nennt das Bressehuhn ja auch ein "Zweinutzungshuhn". Heißt das, es liefert Eier und hinterher Fleisch? Bei uns wird das Huhn zum Braten als "Hähnchen" verkauft. Das Huhn wird als Suppenhuhn verkauft, weil es schon zäh ist. Was ist beim Bressehuhn anders?"

G. Krötz:
Das Bressehuhn ist ein Zweinutzungshuhn. Das bedeutet dass es als Lege- und Masthuhn gehalten werden kann. Entweder - oder! Für den Gourmet taugt auch eine Bressehenne die eine Legeperiode und mehr hinter sich hat nur noch zur Suppe, Hackfleisch oder „Geröstl“.
Verkauft wird der Bressehahn im Alter von 6-8 Monaten als Poulet de Bresse,
die Henne als Poularde de Bresse mit ca. 5 Monaten und der Chapon de Bresse (Kapaun) mit mindestens 8 Monaten.

Kochbär:
"Herr Krötz, können Sie auch ein wenig über die Fütterung verraten? Die Hühner
werden ja mit Mais gefüttert. Ist das geschroteter Mais? Oder ist er eingeweicht?"

G. Krötz:
Ich beginne nach der 6. Lebenswoche mit der Umstellung vom Kükenfutter auf Mastfutter. Das Mastfutter ergänze ich 6 Wochen vor der Schlachtung mit gequetschtem Mais und Weizen. Nach weiteren 2 Wochen setze ich Milch in Pulverform zu.
Das Küken- und Mastfutter beziehe ich aus einer Bio-Mühle (zertifiziert und zugelassen für vier Bioorganisationen) Weizen und Mais kommen aus der Nähe, vom Bauern meines Vertrauens.

Kochbär:
Die Bressehühner und Kapaune werden ja hier gleich vor Ort geschlachtet. Hat das eine besondere Bewandtnis?

G. Krötz:
Nur eine stressfreie Schlachtung unmittelbar vor Ort garantiert ein Höchstmaß an Qualität.
Stress durch Einfangen, Transport in engen Kisten, Transportzeit steigern den ph-Wert im Fleisch. Ist dieser Wert erhöht, so wird das Fleisch wässerig, lappig, wird nicht fest, nach dem braten trocken und geschmacklos.

 
Bild: Ecke links unten   Bild: Ecke rechts unten
 

Folgende Bilder von frei lebenden Bresse-Kapaunen

Bressekapaun Chapon

Bild oben: Bressekapaun (Chapon)


Bressekapaun Chapon

Bild oben: Bressekapaun (Chapon)


Bild: Bressekapaun Chapon

Bild oben: Bressekapaun (Chapon)

 
 
Bild: Ecke links oben   Bild: Ecke rechts oben
 

Kochbär:
Das sind aber hübsche Küken! Werden die gelben alle Bressekapaune?

G.Krötz:
"Nun.. der Bressekapaun ist ein Festtagsbraten und für die tägliche Küche
teuer. Um aber auf den Sonntagstisch hochwertiges Geflügel, das sich
qualitativ dennoch vom "normalen" Brathähnchen abhebt, zu erschwinglichem
Preis zu bekommen habe ich die stabile konventionelle Mastrasse ROSS mit
Bresse gekreuzt. Es entstanden sehr frohwüchsige Küken. Sie zeigen starke
Bemuskelung an Keule und Brust, deren Qualität durch die Bressegenetik
verfeinert wird.

Kochbär:
Ja die sehen auch jetzt schon kräftiger und größer aus als die schwarzen Küken
mit den hellen Streifen.

G.Krötz:
Die Weißen sind die Bresse-Kreuzungen, die Dunklen sind gesperberte Mechelner,
eine sehr schwere belgische Rasse. 
Die Weißen sind noch deutlich stärker. Wenn sie auch soviel von der Bresse-
qualität mitbringen ist meine Idee wieder einmal belohnt worden.

Übrigens, Mechelner sind sehr selten und nur schwer zu bekommen. Ich habe
großes Glück gehabt.

Kochbär:

Da freue ich mich schon auf die Bilder von den gesperberten Mechelner!
Herr Krötz, ich danke ihnen für diese ausführlichen Informationen. Wir Kochbären schreiben nicht nur Rezepte – wir interessieren uns auch sehr, was hinter unseren Lebensmitteln steckt.

 
Bild: Ecke links unten Bild: Ecke rechts unten
 
Bild: Küken der Rasse Bressehuhn und gesperberte Mechelner
 
         
 
Bild: Ecke links oben   Bild: Ecke rechts oben
 

Zuchtauswahl für 2012 mein „Selectionscenter“

Hier das Ergebnis jahrelanger, kontinuierlicher Aufbauarbeit in der Bressehuhnzucht.
Die Franzosen mögen es mir verzeihen. Trotz des berechtigten Stolzes auf ihr wirklich einzigartiges, königliches, Geflügel, möchte ich mich außerhalb der Bresse, hier in Deutschland, als ganz vorne angekommen bezeichnen.

 
  Bild: Bressehahn mit Hennen Bild: Bresse-Hennen  
 

Jahr für Jahr darf man weder Kosten noch Kilometer und Mühe scheuen, um weiterer Optimierung bemüht. Es bedarf großer Ausdauer und Glück sich eine Herde mit Topgenetik zu erzüchten. Die Franzosen sehen das ganz bestimmt nicht mit Wohlwollen und machen es einem alles andere als leicht.

Auch wenn dies Hühner weiße Federn und blaue Ständer (Füße) haben und aus der Bresse kommen, so gibt es da gewaltige Unterschiede. Die Spitzenqualität wird vom französischen Selectionscenter Zusammengestellt und an ihre Vertragspartner verteilt. Das Fort Knox der Bresse. Da kommt nicht mal der „normale“ Franzose ran.

Selbst aus dieser, meiner schönen Herde (z. Zt. Im Winterquartier)

 
  Bild: Bressehahn mit Hennen  
 

werden zur Brut nur die allerschönsten Hennen ausgewählt, wie diese

 
  Bild: Bresse-Zuchthenne Bild: Bresse-Zuchthennen  
       
  Bild: Bressehennen im Freiland Bild: Bressehennen im Freiland  
       
  Bild: Bresse-Zuchthenne Bild: Bressehennen  
   

© Text und Bilder: Schorsch Krötz

 
Bild: Ecke links unten Bild: Ecke rechts unten
 
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Bild: Ecke links oben   Bild: Ecke rechts oben
 

Woran erkennt der Käufer beim lebenden oder
geschlachteten Huhn ein Bressehuhn oder einen Bressekapaun?

Bresse-Poulet, Bresse-Poularde und Bresse-Kapaun werden mit Kopf und befiedertem Hals verkauft. Auch ein Stück der blauen Beine (in Fachkreisen Ständer) bleibt dran.

Die blauen Beine sind der Beweis dass es sich um die Rasse Bressehuhn handelt.

Beim lebenden: Den Bresse-Kapaun erkennt man an dem zurück gebildeten Kamm und den verkleinerten oder fehlenden Kehllappen. Nach der Kastration verändert sich der Hormonhaushalt des Hahnes. Er verweiblicht. Der Kamm bildet sich zurück und die roten Kehllappen (zwischen Unterschnabel und Hals) verschwinden. Die Halsfedern werden  struppig und die für den Hahn typischen sichelförmigen Schwanzfedern verändern sich hennenartig. Der massive Körperbau bildet sich mehr ladylike.

Beim geschlachteten: Auch dann erkennt man den Bresse-Kapaun an dem zurück gebildeten Kamm und den fehlenden Kehllappen, die Halsfedern sind struppig.

 

 

 

 

 

 
Bild: Ecke links unten   Bild: Ecke rechts unten
 

Bild: Bressehahn-KopfBild: Schwanzfedern eines Bressehahns

Bild oben: Ein stolzer Bresse-Hahn. Der Kopf mit schönem großen Kamm und großen Kehllappen. Daneben die typischen sichelförmigen Schwanzfedern.

Bild unten: Ein Bresse-Kapaun. Der Kopf mit zurück gebildetem Kamm und kleinen Kehllappen. Daneben die Schwanzfedern, verkleinert und nicht sichelförmig.

Bild: Kopf eines Bresse-KapaunsBild: Schwanzfedern eines Bresse-Kapauns.

 
         
 
Bild: Ecke links oben   Bild: Ecke rechts oben
 

Das schwarze Bressehuhn

Kochbär:
Herr Krötz, das Bressehuhn ist doch mit seinem roten Kamm, den blauen Füßen und dem weißen Gefieder als echter Franzose ganz in den französischen Nationalfarben gekleidet. Ist dieses schwarze Huhn jetzt eine "Fehlfarbe" oder eine eigene Rasse?

G. Krötz:
Wer Glück hat kann die Liebe zum Bressehuhn mit einer Seltenheit / Rarität krönen, dem schwarzen Bressehuhn. Das schwarze Bressehuhn ist eine eigene Rasse, wird aber auch in Frankreich nur sehr selten gehalten. Ich kann mich also glücklich schätzen, dass ich einige dieser Hühner besitze.

Es gibt also in der Bresse nicht nur eine Sorte Bressehuhn, sondern
anscheinend mehrere. Dieser Frage sind wir mal auf den Grund gegangen und auf
der Seite Volaille de Bresse fündig geworden.

Der folgende Text wurde von uns frei aus dem französischen übersetzt:

Es gibt drei Sorten von Geflügel-Rassen aus der Bresse:
- Weiße, so genannte Weiße von Bény
- Schwarze, so genannte Schwarze von Louhans
- Graue, so genannte Graue von Bourg


Es wird daran erinnert, dass die blaue Rasse heute verschwunden ist. Schwarze und graue Bressehühner findet man nur ausnahmsweise in einem bestimmten Gebiet. Nur die weiße Rasse wird praktisch genutzt.


Die weiße Sorte,
genannt Weiße von Bény:

Diese Sorte erkennen wir an folgenden Merkmalen:
- rein weißes Gefieder,
- stahlblaue Ständer mit 4 Zehen,
- beim Hahn ist der Kamm einfach, rechts, hoch und sehr gezackt. Beim Huhn ist der Kamm einfach und nach einer Seite umgefallen
- der Spiegel (in Frankreich Mumps genannt) in Form von Mandeln beim Hahn sind rot, weiß gesprenkelt wie mit Sand bestreut. Beim Huhn rund, weiß oder bläulich.
- das Auge ist beim Hahn tiefliegend, braun. Beim Huhn genannt "Das Auge der Wicke".
- der Schnabel hornfarbig oder weiß.

Die Ausscheidungsmerkmale sind viele. Zitieren wir die Hauptmerkmale:
Vorhanden sein einer Haube, Kinnbart, Federn in den Krallen, Krallen in rosa, weiß, gelb, schwarz und so weiter ...

Es empfiehlt sich, auf den Charakter besonders Nachdruck zu legen: Die blauen Ständer sind sehr wichtig!

Folgende Gewichte können erreicht werden:

- 2,5 bis 3 kg für den Hahn,
- 2 bis 2,5 kg für das Huhn

Die oben genannten maximal Gewichte sind außergewöhnlich und sollten nicht überschritten werden.

Beachten Sie auch, obwohl das Bresse Geflügel für seine Fleischqualität steht, ist auch die Legeleistung mit einem Durchschnitt von 160 bis 180 Eier pro Jahr ausgezeichnet.


Die schwarze Sorte,
genannt die Schwarze von Louhans:

Die meisten Merkmale sind identisch mit denen der weißen Sorte. Der wichtigste Unterschied ist die Farbe des Gefieders.
- Das Gefieder ist komplett schwarz mit grünen Reflexen.
- der Spiegel (in Frankreich Mumps genannt) sollte schneeweiß sein. Auch der kleinste Fleck gilt als Fehler.
- der Schnabel ist fast schwarz.
Andere Merkmale sind identisch wie bei der weißen Sorte.
Beachten Sie dass das Gewicht etwas geringer ist. Das durchschnittliche Gewicht ist geschätzt beim Hahn 2 bis 2,5 kg und beim Huhn 2 kg. Die Farbe der Ständer muss blau sein und nicht schwarz.

Diese Sorte ist sehr winterhart und sogar „wild“. Die Schwarze von Louhans muss absolut frei sein und weigert sich im Hühnerstall zu schlafen. Sie verbringt die Nacht lieber unter dem Schuppen oder auf Bäumen. Sie hat mit 180 bis 200 Eier pro Jahr eine sehr gute Legeleistung. Sie kann außerhalb der Bresse exportiert werden. Sofern die schwarzen Bressehühner im Freiland gehalten werden, stellt sie die Liebhaber ganz zufrieden, die bestrebt sind auf ihrem Hühnerhof eine Rasse zu halten, die gleichzeitig die Eignung für Qualitätsfleisch und gute Legeleistung haben.


Die graue Sorte,
genannt die Graue von Bourg:

Die meisten Merkmale sind identisch mit denen der weißen Sorte. Der wichtigste Unterschied ist die Farbe des Gefieders.
- der Körper des Hahns ist in der Vorderhälfte weiß (Bischofspelerine). Er hat graue Flecken auf dem Rücken.
Der Körper des Huhns ist im Vorderteil und im Unterteil weiß. Der Rücken, die Oberteile der Flügel, die Lenden und der Schwanz ist mit Grau bekritzelt.


Für diese letzten beiden Sorten, wie auch für das weiße Bressehuhn gilt: Das Merkmal der blauen Ständer ist von wesentlicher Bedeutung!

 
Bild: Ecke links unten   Bild: Ecke rechts unten
 

Bild: schwarzes Bressehuhn

Bild oben: Das schwarze Bressehuhn - eine Rarität!

Bild: schwarzes Bressehuhn unter weissen Artgenossen

Bild oben: Das schwarze Bressehuhn unter seinen weißen Artgenossen. Der Hahn macht sich so seine Gedanken ...

 

 

 
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Rezepte mit Poulet oder Poularde:

Brust vom Poulet auf Ratatouille geschmort

Brust vom Poulet mit Radicchiosoße

Coq au vin vom Poulet in Rotweinsoße

Frikassée vom Bressehuhn in Rahmsoße mit glasierten Champignons

Frikassée vom Poulet mit Morcheln

Gefüllte Poulet-Brust vom Bressehuhn

Gefülltes, entbeintes Poulet

Getrüffeltes Poulet

Pouletbrust an Orangen-Senfsoße

Pouletbrust mit Champignons und Senf-Estragon-Sauce

Poulet in Orangenmarinade

Poulet in Weißwein-Olivensoße

Poulet mit roten Paprikaschoten

Poulet mit Zitronen

Poulet vom Grill, gegrillt und geräuchert

scharfes Poulet (Pollo arrabiata)

 

Gefüllte Poulardenbrust

Poulardenbrust in Dörrpflaumensoße

Poulardenbrust in Kokospanade

Poulardenbrust in Zitronensoße

Poulardenbrust mit Kräutern gegrillt

Poulardenbrust mit Minze-Orangensoße

Poulardengeschnetzeltes mit Zitronenmarinade

 

 
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Hühnersuppe - ein altes, fast vergessenes Hausmittel

Für Grippekranke, Wöchnerinnen, zur Wiedererlangung der Kräfte nach Operationen oder schweren Krankheiten. Zu Großmutters Zeiten wurde zur schnelleren Genesung immer eine Henne für eine Suppe geschlachtet.

Die Hühnersuppe ersetzt zwar nicht den Gang zum Hausarzt, aber gerade bei Erkältungskrankheiten ist sie hilfreich. Wenn Sie also das Gefühl haben: "Mich hat's mal wieder voll erwischt!" Kaufen Sie sich ein Suppenhuhn und bereiten sich eine Suppe nach unserem Rezept zu, die mit einigen "Hildegard-Gewürzen" angereichert, eine besonders gesunde Hühnersuppe ergibt.

 
     
 

Hühnerfrikassee vom Suppenhuhn

Ein Suppenhuhn, wenn es nicht aus einer kleinbäuerlichen Haltung stammt, hat eine Legeperiode hinter sich. In dieser Zeit hat sie etwa 250 Eier gelegt und ist 300 Tage alt. Danach nimmt sich die Henne eine Regenerationsphase. Sie wechselt das Federkleid pausiert mit der Eierproduktion.

Ab diesem Zeitpunkt wird eine Legehenne für den Großbetrieb unrentabel, denn es folgen ca. 4 Wochen wo sie eben nur frißt.

Man kann sich vorstellen wieviel Futter ein Großbetrieb, da geht es nicht selten um 10.000 Tiere, ohne Einnahme verfüttern müßte. Außerdem geht die Leistung in der zweiten Legeperiode deutlich zurück.

Zum Vergleich Suppenhuhn und Brathähnchen würde ich sagen: Aus einem Ackergaul kann man kein Rennpferd machen!

Das angebotene Masthähnchen ist meist nur 35 Tage alt. Dieses Fleisch
läßt sich zwar zart braten. Es bleibt aber gekocht wie gebraten geschmacklos. Es hat schon garnicht die Reife eine geschmackvolle und nahrhafte Suppe abzugeben.

Das Suppenhuhn muß schon ein Jahr alt sein. Erst dann ergibt es die gewünschte Konsistenz und erst dann schwimmt oben eine Fettschicht. Wem das zuviel ist, der kann die Suppe erkalten lassen und dann das Fett ganz oder teilweise abschöpfen.

Das entbeinte Fleisch kann mehrfach verwendet werden. Man kann es in kleinen Stücken der Suppe als zweite Einlage zuführen. Ein Frikassee oder Haschee machen. Oder durch den Wolf gedreht zu Frikadellen verarbeiten. Frikadellen aus gekochtem Hühnerfleisch sind besonders leicht und mager. Noch schmackhafter werden sie durch individuelles Würzen.

Unser Rezept für Hühnerfrikassee vom Suppenhuhn.

 

 
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Rezepte mit Kapaun

Bresse-Kapaun entbeint und wieder gefüllt

Bresse-Kapaun mit Gemüsefüllung auf Gemüsebett

Gefüllter Kapaun mit Ratafia-Soße

Kapaun mit Honigglasur

Kapaun mit Quitten

 

 
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Nicht alle Bressehühner landen im Kochtopf

Sieben Bresseküken haben in Niederösterreich ein komfortables zu Hause gefunden. Eine Dame mit Herz für Tiere suchte zur Belebung ihrer Wiesen eine kleine Hühnerschaar. Die Schönheit und das edle Aussehen der Bressehühner hat sie gleich begeistert. Nachdem man sich aneinander gewöhnt hatten kam eine Nachricht über das Zusammenleben mit dieser Hühnerschaar, die sich so herzerfrischend liest, dass wir sie mit Genehmigung dieser Dame nun auch allen Interessenten an der Bressehuhn-Rasse lesen lassen dürfen.

Sie schrieb an Herrn Krötz:

Den Henderln geht es ausgezeichnet, der Stall ist inzwischen auch unterhalb des Daches isoliert, das hält die Temperatur drinnen ziemlich konstant bei 10 Grad Celsius, wenn diese draußen um den Gefrierpunkt liegt. Vor kurzem wurde noch ein Frostwächter installiert, damit die Innentemperatur ja nicht auf unter Null geht. Der "Pförtner" wurde vom Elektriker vor Ort so eingestellt, daß die Klappe morgens öffnet und erst abends wieder schließt, und so bin ich zwei mal täglich draußen um die Klappe morgens zu schließen und abends zu öffnen, damit keine Wärme verloren geht und die Mäuse nicht einziehen (eine war mal da).

Zu fressen gibt es derzeit Weizen und geschroteten Mais , halbe-halbe, aber Legekorn habe ich auch schon eingelagert bzw schon mal probeweise verfüttert. Da die Mädels aber immer noch kein einziges Ei gelegt haben - offenbar lassen sie sich bis zum Frühjahr Zeit - werde ich erst so im Februar mit dem Legekorn beimischen beginnen, habe ich mir gedacht.

Über Ihr email mit der Tränke habe ich mich sehr gefreut und wollte eigentlich antworten, sobald ich sie bestellt oder bekommen hatte, aber das ging sich leider heuer finanziell nicht mehr aus.
Unter anderem haben wir einen Schaden an der Hebewerk-Pumpe, den die Versicherung nicht bezahlen möchte. Das muß aber sofort repariert werden, sonst kann man die Sanitäreinrichtungen bzw. Wasseranschlüsse im ganzen Keller und auch im Anbau des Hauses nicht mehr nützen. Oder sonst hätte ich mich beim ersten Ei gemeldet, aber das läßt ja auch noch auf sich warten.

Die netten Nachbarn auf der Westseite haben inzwischen einen Zaun gezogen, weil die Nachbarin doch weiterhin ihren Gemüsegarten bebauen möchte, dadurch hat sich die für die Henderln verfügbare Fläche wieder auf ca. 4.700 qm verkleinert. Dafür hat der ostseitige Nachbar noch mal eine Fuhre Pferdemist gebracht, das ist sehr nett vom Frühstückstisch anzusehen, wenn sie darauf herum spazieren.

Außerdem haben sie inzwischen ein fast nicht einsehbares Lieblingsplatzerl vor der Terrasse unter einer sehr großen Thuje, da passen sie alle 7 auf verschiedene dicke Äste und der Hahn kräht manchmal raus.
Interessant finde ich, daß sie bei Regen nicht in den Stall gehen wollen, sondern lieber in das Wäldchen unter Sträuchern etc. bzw eben auch dort unter der großen Thuje hocken.

Sie sind nicht mehr reinweiß, sondern wirken auf mich wie mit Vanille-Farbe betupft. Aber vielleicht werde ich auch nur alt und (farben-)blind. Aber sie machen einen absolut gesunden und munteren Eindruck und inzwischen kann ich sie auch schon ganz gut voneinander unterscheiden. Eine haben wir "Solitude" genannt, weil sie immer ziemlich abseits der Gruppe grast. Diese ist am zutraulichsten und springt mir schon öfter auf die Knie oder auf den Arm. Kürzlich war ich abends mal mit meiner Kleinen draußen und sag zu ihr: "Schau, Solitude, darf ich vorstellen, das ist meine Tochter, die Conni." - schwupp - ist sie dem Kind auf den Kopf geflogen. Die Krallen sind noch ganz weich und angenehm, ich hab sie dann ganz ruhig runter genommen und sie ist noch eine Zeit lang auf meiner Hand sitzen geblieben.

Eine ist dabei, die Brigitte, die hat vom ersten Tag an eine Wunde oberhalb des rechten Auges gehabt. Ich hab sie mir zwar ab und zu eingefangen und sie mit einer Salbe (Mamellin) vorsichtig eingetupft, aber irgend so ein Mistviech dürfte immer wieder hinpecken, ich weiß nur nicht, welche. Den Hahn habe ich mal erwischt, wie er sie dort gepeckt hat - mein Mann hat gesagt, ich solle mich nicht einmischen, aber da war es schon zu spät (für den Hahn) und aus seiner Reaktion habe ich geschlossen, daß er sehr wohl verstanden hat, daß mir das gar nicht recht war.

Einen Tag später habe ich ihn eine andere Henne so "runterpecken" beobachtet - ich wundere mich nur, warum die Mädels sich das gefallen lassen. Ich habe jedenfalls keine Berührungsängste mehr, obwohl er von Anfang an so einen gewissen Blick drauf hatte, einfach aufmerksamer oder auch aggressiver als die Damen.

Vorgestern, am Montag, habe ich mir endlich ein Herz gefaßt und die süße Meute, die sich sonst immer nur im vordersten Eck auf einem großen Strohballen zusammengekuschelt hatte, auf die Stangen am hinteren Ende des Stalles gesetzt, zuerst die Favorita, dann den Leonardo. Die anderen sind dann erst mal ein paar Runden im Kreis gelaufen, bis ich jede einzeln auf die Hühnerleiter gesetzt und sie rauf geführt habe. Gestern flogen sie dann schon freiwillig rauf. Einzig Solitude hat sich in ein Nest unterhalb des Kotbrettes gelegt, ebenso heute abend.

Kürzlich hat mein Mann ein bratfertiges Huhn nach Hause gebracht, weniger als die Hälfte haben wir verspeist, das Thema waren einzig und allein die lieben Hühner und - wie kann man nur ...
Ich glaube, das war mal für lange Zeit das letzte Brathuhn bei uns. Sogar mein Mann ist (obwohl er natürlich ein "richtiger" Mann ist) inzwischen butterweich geworden und er ruft mich jedes Mal, wenn er die Henderln auf der Terrasse oder sonst wo sieht und die Freude in seiner Stimme ist unüberhörbar ...

Kurz gefaßt: sie werden von Tag zu Tag schöner und größer und beim ersten Ei melde ich mich gerne wieder. Sollten Sie eine Idee wegen Brigitte und ihrer Kopfwunde haben oder sonstige Verbesserungsvorschläge, würde ich mich sehr freuen, von Ihnen zu hören und hoffe, sie haben inzwischen auch schon weitere Bressen aus Frankreich holen können.


Grüße aus Niederösterreich ...

 

 
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Gästebuch

 

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Bruteier

Eingetragen von:

Bali

E-Mail:

inga-@gmx.net

Datum:

16.04.2015 22:11:22

Guten Tag. Ich würde mich für Bruteier ihrer Bresse Hühner interessieren. Kann man Sie telefonisch erreichen?


Vielen Dank Schorsch!!

Eingetragen von:

Claus

Datum:

19.04.2012 12:16:38

zwei Wochen ist es jetzt her, als wir uns bei Dir die 2x10 Bresse Küken geholt haben. Die Tiere sind kerngesund, wachsen und gedeihen prächtig. Wir hatten bisher keine Verluste und ich denke das wird auch so bleiben. So schöne und kräftige Tiere bekommt man sonst eher selten. Vielen Dank für Deine gute Arbeit. Wir kommen auf jeden Fall wieder.


Schoen Gruesse aus Bukarest

Eingetragen von:

Beatrix

Datum:

27.03.2012 08:11:57

Lieber Schorsch am Sonntag sind die ersten Kueken geschluepft. Meine Tochter und ich hatten das Glueck beim Schlupf des ersten Kuekens dabei gewesen zu sein. Wir sind sehr gluecklich und hoffen dass sich die Kueken praechtig entwickeln. Danke fuer deine Unterstuetzung.


Bresse-Junghennen

Eingetragen von:

JH

Datum:

20.02.2012 22:45:56

Hallo zusammen,

letzte Woche habe ich mir bei Schorsch Krötz seine Bresse-Hühner in den Stallungen vor Ort angesehen und mir auch Bresse-Hühner dort zur eigenen Aufzucht abgeholt. Die Tiere sind super fit und erfreuen sich bester Gesundheit, da versteht jemand etwas von seinem leidenschaftlich verfolgtem Hobby. Allemal lohnenswert auf dem Krötzschen Hof vorbeizuschauen und die fach- und artgerecht gehaltenen Tiere zu bewundern!

Grüße,
JH


Bressehuhn

Eingetragen von:

L.Runge

Datum:

03.02.2012 14:07:43

ich habe von herrn krötz 2 bressehühner und einen hahn erworben und kann mich nur lobend zu diesen tieren äußern.nach zwei wochen fingen die hühner an zu legen und auch der hahn verrichtet seine tätigkeit.ich bin rundum zufrieden. L.Runge Perleberg 03.02.2012


Man muss es probiert haben

Eingetragen von:

Max

Datum:

20.11.2011 18:03:01

Hallo Dieter,
Heute durften wir mal ein Perlhuhn von Schorsch kosten!
Wegen der Garzeit habe ich es auf die Waage gelegt.
Die Waage hat ---- angezeigt. Bei >2 kg macht unsere Küchenwaage schlapp! Wir haben dann die Einzelteile gewogen, sie ergaben zusammen ohne Innereien 2,4 kg.
Wir hatten ein französisches Rezept für ein Perlhuhn mit 1,1 kg ...

Nicht dass die Franzosen keine Ahnung von Perlhühnern hätten!
Nein! In Frankreich kann man in jedem Supermarkt (und das sind Gourmet-Läden) Perlhühner kaufen!

Aber - der Schorsch ... der kanns!

Da kann sich ein französisches Label Rouge Perlhuhn dahinter einordnen!

Gut bemuskelt, kräftiges Fleisch, ordentlich Fett unter der Haut, zwischen den Muskeln, in der Brust,
Super schmackhaft!

Du hast RECHT !

Man muss es einfach mal probiert haben!

Gruß Max


Käfighaltung von Hühnern

Eingetragen von:

Schorsch

Datum:

16.11.2011 08:56:09

Zu diesem Thema habe ich mich bereits vor einiger Zeit geäußert.
Vorausschicken möchte ich, dass ich die Legebatterien verabscheue.

Fakt ist aber, dass der Eierbedarf keinesfalls ohne diese Haltungsform gedeckt werden
kann. So schlimm wie es auch ist, kann das Verbraucherverhalten nur
geringfügig Entlastung bringen.

Die Freilandfläche für die Millionen Legehennen gibt es einfach nicht, auch
wenn alle Verbraucher bereit wären, für ein Freilandei mehr zu bezahlen.

Verwerflich ist halt die kommerzielle Strategie, die nicht die geringste
Rücksicht auf die Tiere nimmt. So müssen die Hennen die ganze Energie aus
dem Futter
zur Eierproduktion verwenden. Sie darf nicht durch Bewegung verschwendet
werden. Sieht man das in Potenz der Millionen Hühner, so sind schnell mal
einige Tonnen Futter "vergeudet".

An dieser Stelle sei die Frage schon erlaubt ob es sein muss, dass der
Erzeuger nur 4 - 5 - 6 Cent für ein tierisches Produkt bekommt, ohne das
(Veganer ausgenommen) niemand auskommt.

So befürworte ich jegliche Verbesserung in der Tierhaltung. Wir alle stehen
in der Verantwortung die ständige Verbesserung der Haltungsform
voranzutreiben, dann werden sich auch
in anderen Breiten, wo derzeit ein Tier
nur wenig zählt, Kräfte regen.

Nur so kann aus dem Nahrungsmittel Ei ein Lebensmittel werden.


Schorsch


Käfighaltung von Hühnern

Eingetragen von:

Kochbaer

E-Mail:

anfrage@kochbaeren.de

Datum:

16.11.2011 08:53:33

Ab 1. Januar 2012 sollte EU-weit die Käfighaltung von Hühnern, die sogenannten Legebatterien abgeschafft werden. Doch wie es aussieht machen die meisten Länder nicht mit. In einer Fernsehsendung wurden Frankreich, Italien und die Osteuropäischen Länder genannt.

Der "Musterknabe" Deutschland ist dabei mal wieder vorgeprescht und hat schon am 1. Januar 2010 das Gesetz eingeführt.

Seit dem 1. Januar 2010 dürfen deutsche Landwirte keine Eier mehr mit Hühnern in Käfighaltung produzieren. Schaut man genauer hin, hat man das Gesetz jedoch konterkariert. Aus der unerlaubten Käfighaltung wurde die sogenannte Kleingruppenhaltung als Mindeststandard festgelegt.

Käfig wird zur Kleingruppe
Bei Käfighaltung wurden vier bis sechs Hennen in einem Käfig mit 0,55 Quadratmetern Platz pro Tier gehalten. Für jedes Huhn etwas weniger als ein Din-A4 Blatt Platz. Bei der neuen Kleingruppenhaltung hat eine Henne 0,8 Quadratmeter, also eine Fläche von etwa fünf EC-Karten mehr als vorher. In dieser neuen Haltungsform muss außerdem eine Sitzstange, ein Legenest und Einstreu für jedes Tier vorhanden sein. Das alles gab es in der herkömmlichen Käfighaltung nicht.

Tierschützer kritisieren allerdings auch diese Haltungsform. Der Begriff Kleingruppe sei nur ein beschönigendes Wort für Legebatterie, da die Tiere kaum mehr Platz hätten und unter ähnlich schlimmen Bedingungen gehalten würden. Vor allem die Größe des Sandbades und des Nestes werden bemängelt. Aus diesen Gründen hat die Kleingruppenhaltung die gleiche Kennziffer wie zuvor die Käfighaltung, nämlich die 3. Diese ist auf dem Eierstempel zu sehen.


Man muss es probiert haben.....

Eingetragen von:

Dieter

Datum:

22.08.2011 16:34:14

man muss es probiert haben, das Geflügel z.B. vom Georg Krötz. Wer so ein Geflügel einmal im oder auf dem Herd hatte, der weiß erst, wie toll Geflügel schmecken kann. Dagegen sind die Supermarktvögel eigentlich selbst das wenige Geld nicht wert. Es lohnt sich mehr auszugeben, denn der Geschmack ist unnachahmlich. Lieber weniger Hühner essen, aber dafür besser. Danke für Eure Seite, durch die ich erst auf die Produkte aufmerksam wurde. Die Bresse Hühner aus Frankreich sind nicht besser!


Das System Wiesenhof

Eingetragen von:

Kochbaer

E-Mail:

anfrage@kochbaeren.de

Datum:

19.08.2011 15:19:19

Wer sich für Geflügelzucht interessiert sollte sich diesen Film unbedingt anschauen.
ARD 31.August 2011 um 21:45

Ich zitiere aus unserer Fernsehzeitung TV MOVIE

"Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet".
Ist Top Qualität zu günstigen Preisen eine Illusion?

Wenn es um Geflügel geht, denken die meisten an Wiesenhof -eine Marke, die landesweit bekannt ist. (Na klar ... die Bilder auf den Verpckungen suggerieren einen Bauernhof in grüner Landschaft***)
Der Konzern dahinter, die PHW-Gruppe, ist Marktführer, produziert mehr als 270 Millionen Hühner pro Jahr. In letzter Zeit wurden Vorwürfe laut: Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen, werfen dem Konzern Tierquälerei vor ... u.s.w.

Meine Empfehlung ... schaut euch die Sendung an!
Vor allem den aggressiven "Kapaungegnern" empfehle ich diese Sendung!

Max


Bressehuhn

Eingetragen von:

Hermann Kießner

E-Mail:

hermann.kiessner@t-online.de

Datum:

16.05.2011 16:25:19

Hallo Herr Krötz,
Ihre Hühner gefällt es sehr gut bei uns. Herzlichen Dank für den guten Tip in Sachen Hahn. Wir waren am 21.03.2011 auf den Markt im Louhans. Dort kauften wir uns 2 Hähne. Der 1. Nachwuchs ist schon angekommen. Insgesamt entwickelt sich die Sache sehr positiv.
Vielen Dank für Ihre Hilfstellung in Sachen Bresshuhn.

Gruß
Hermann Kießner


Freilandhaltung

Eingetragen von:

kochbaer

E-Mail:

anfrage@kochbaeren.de

Datum:

29.04.2011 20:25:13

Hallo Weisse Feder,
ich bin kein Geflügelhalter, bin eher am anderen Ende der (Nahrungs)Kette
angesiedelt.

Also wer diese "Studie" in Auftrag gegeben hat, wäre doch besser beraten gewesen, einfach mal in die Bresse zu fahren und sich dort ein Bild von der Haltung der Bressehühner zu machen. Ich bin ja nun - wie schon gesagt - kein Geflügelzüchter.
Aber ich habe mir die Hühner dort angeschaut. Also - im Freiland hatten die alle noch ihre Federn! Außerdem - die zwingt keiner ins Freie zu gehen! Die haben ein schönes Haus mit einer offenen Türe!
Seltsamerweise waren die alle draussen? Es wehte ein kräftiger Wind. Aber das hat die nicht abgehalten ins Freie zu gehen!

Natürlich habe ich auch Hühner ohne Federn gesehen! Das war bei Mairet. Da kann man die Poulets und Poularden geschlachtet kaufen. grins

Die angeblich interessierten "Umsteiger" von Käfighaltung auf Freilandhaltung
sollten mal nachlesen wie man in der Bresse diese Hühner hält! Natürlich kann man nicht auf 10 Quadratmeter 2000 Hühner halten!
Da kann es schon Probleme mit Federpickern geben!
Aber dort (in der Bresse) erfolgt eine Artgerechte Haltung! Keine Käfige, keine Volieren! Jedem Huhn stehen 10 Quadratmeter Wiese zu!

In der Bresse werden auch 2000 Hühner pro Anlage gehalten.
Aber man hat auch die entsprechende Fläche!

Was nun die Auswahl der Rassen für die Freilandhaltung anbelangt ... diese
Masthybriden sind sicherlich nicht für das Freiland geeignet! Diese armen gequälten Viecher können sich ohnehin nicht mehr vom Boden erheben!

Das ist echte Tierquälerei!

Nicht nur das Bressehuhn eignet sich für die Freilandhaltung. Wir haben auf unserer Seite schon einige Beispiele gebracht, welche Hühner gerne im Freiland leben. Echte, engagierte Geflügelzüchter haben schon längst ihre "Lieblings-Hühner" gefunden. Zum Beispiel das Sulmtaler Huhn, das sich auch nur in Freiheit gut entwickelt!

Na GUT .. demnächst sind wir wieder vor Ort - in der Bresse. Dann werde ich mein Augenmerk ganz besonders auf das Federkleid dieser im Freiland so misshandelten Hühner richten.
Versprochen!

Ach ja ... und ein paar werde ich von ihrem Elend erlösen (lassen) und sie verspeisen.

L.G. kochbaer


Freilandhaltung ist Tierquälerei

Eingetragen von:

Weisse Feder

Datum:

29.04.2011 09:19:48

Eure Seite erscheint mir seriös. Deshalb nehme hier ich als passionierter Geflügelhalter mit gesundem Menschenverstand Stellung zu o.gThema auf der Seite
schrotundkorn.de/bio-fragen/freilandhaltung.html
Halbwahrheiten Ökolandbau Biolebensmittel
Halbwahrheiten - ebenso würde ich den Beitrag mit seinen Studien bewerten. Bei
Studien muß man wissen wer sie bei wem in Auftrag gibt.
Ich bin kein Öko-Freak, gebe aber zu daß ich im Supermarkt die Biokarotte der
danebenliegenden Konventionellen vorziehe. Die Aussage Pestizide sind harmlos
kann man auch so nicht stehen lassen. Lassen Sie z.B. mal Rucola oder
Erdbeeren analysieren.
Ebenso ist es klar, dass bei gewissen Lebensmitteln ohne Pestizide eine Gefahr
des Pilzbefalls besteht. Es gilt hier gezielt und dosiert zu agieren.
Auf die Stellungnahme der damaligen Verbraucherschutzministerin hätten Sie
besser verzichtet. Wer verfolgt hat was in dieser Amtszeit die Kompetenz
bewirkt hat, wird mir Recht geben.
"Freilandhaltung von Hühnern ist Tierquälerei"
das ist meiner Meinung nach eine bewusste Manipulation des interessierten
Lesers. Bei genügend bereitgestelltem Auslauf ist mit Sicherheit die
Salmonellengefahr geringer als im Käfig, wo zigtausend Hühner auf je der Fläche
eines DINA 4-Blattes ihre Legeperiode absolvieren.
wer schon mal im Fernsehen oder live in so eine "Eierfabrik" schauen konnte
wird von den genannten zigtausenden Hennen nicht eine einzige mit vollem
Federkleid gesehen haben. Die Hennen auf der grünen Wiese lassen ihr volles
Gefieder unter Sonneneinstrahlung glänzen. Die Aussage, dass es im Freiland
mehr Federpicker gibt ist eine glatte Lüge.
Es ist doch klar, dass Hühner die für die Käfighaltung gezüchtet wurden,
Umweltein- flüssen wie Kälte, Regen, Wind, nicht standhalten. Versuchen Sie
mal Einwohner der Südseestaaten an den Nordpol umzusiedeln.
Für die Freilandhaltung gibt es alternative Rassen, so z.B. das Bressehuhn.
Dieses Huhn ist "witterungsbeständig", erfüllt dabei trotzdem die
Anforderungen an die Legeleistung und Fleischfülle und --qualität.
Es gäbe noch eine Menge fundierte Gründe für die artgerechte Geflügelhaltung.
Fest steht, dass mit Freilandhühnern der Eierbedarf in Deutschland und anderen
Ländern nicht annähernd gedeckt werden kann. Wir kommen ohne die Boden- und
Käfighaltung nicht aus. Das muß man realistisch sehen, auch wenn man es nicht
befürwortet.

Mein Resümee: schrotundkorn-Seite ist für den Verbraucher irreführend.


schwarzes Bressehuhn

Eingetragen von:

sch krötz

E-Mail:

georg-kroetz@t-online.de

Datum:

31.03.2011 21:52:13

Hallo Tomi, Hallo Max,

bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden. Es gibt viele schöne Rassen, aber das schwarze Bressehuhn ist ein besonders edles Tier. Eine geschlossene Gruppe auf der grünen Wiese ist eine Augenweide.

Leider habe ich nur noch zwei Exemplare. Diese gehen jetzt ins dritte Jahr und sehen aus wie fünf Monate alt. Beinahe alle die bei mir etwas abgeholt haben, bettelten solange bis ich mich erweichen ließ und eine Schwarze dazu herausrückte.

Die Beiden legen noch. Ich kann es zwar nicht kontrollieren wieviel.
Sie bleiben jedoch, eben wegen der Augenweide.

Sollte jemand neben der Eierproduktion auch noch einen Sinn für das
Schöne und Elegante haben und über etwas Erfahrung verfügen, so kann ich ihm die schwarze Bresse nur ans Herz legen.

Erfahrung deswegen, weil sie anfangs sehr nervös sind und einige Zeit und Umgangsgeschick benötigen um ihr Vertrauen zu gewinnen.


Schwarzes Bressehuhn

Eingetragen von:

Max

E-Mail:

anfrage@kochbaeren.de

Datum:

31.03.2011 07:49:12

Hallo Tomi,
Deine Frage, ob das eine eigene Rasse ist, hat mir keine Ruhe gelassen.
Auf einer französischen Seite bin ich dann fündig geworden. Es gibt also tatsächlich drei (genutzte) Bressehuhn Rassen. Weiße, schwarze und graue ... siehe meinen Artikel oben beim schwarzen Bressehuhn.

Wie schon der Schorsch geschrieben hat, scheint das schwarze Bressehuhn "etwas schwierig" zu halten sein. Die Franzosen beschreiben es als "wilde".

Ich hatte Dir ja geschrieben, dass ich schon schwarze Hühner verspeist habe.

Auch da bin ich inzwischen fündig geworden. Gleich auf der anderen Seite der Saone - dort halten wir uns auf wenn wir in der Gegend sind - liegt ja das Burgund. Und dort gibt es eine schwarze Rasse, die für die Fleischproduktion verwendet wird und "Noir de Bourgogne" genannt wird. Diese schwarzen Hühner kann man dort im Supermarkt kaufen. Aber Hallo! Supermarkt ... bitte nicht mit unseren Supermärkten verwechseln! In Frankreich bieten auch Supermärkte höchste Qualität an. Wenn Geflügel - wie das "Noir de Bourgogne" mit Label rouge verkauft wird, dann hat es eine Qualität, die man bei uns nicht im Supermarkt findet. Denn der Label rouge geht noch weit über den Qualitätsanspruch unserer vielfältigen "BIO" Siegel hinaus. Der "Label Rouge" verlangt zum Beispiel dass das Futter aus der Region kommen muss! Der Großkonzern mit dem verführerischen Namen, der an einen Bauernhof auf der grünen Wiese denken läßt, bezieht sein Futter-Soja aus Brasilien.

FAZIT: Wenn Du auf Deinem Hühnerhof ein schönes, exotisches, eigenwilliges Huhn möchtest, ist das schwarze Bresse richtig. Auch für Eier ist es o.K. Möchtest Du es für Fleisch, dann wäre das Noir de Bourgogne richtig.

Gruß Max


schwarzes Bressehuhn

Eingetragen von:

sch krötz

E-Mail:

georg-kroetz@t-online.de

Datum:

15.03.2011 02:09:09

Hallo Tomi,

das weiße Bressehuhn ist ein Zweinutzungstier. D.h. Eier und Fleisch.
Das Weiße ist schwerer und ausgeprägter bemuskelt. Die Legeleistung
durchschnittlich. Erst in der zweiten Legeperiode kommen große Eier.
Der Halter von weißen Bressehühnern legt sein Hauptaugenmerk auf
Schlachtung und Verzehr.

Anders beim Schwarzen. Es ist ein leichteres Huhn mit mehr Legeleistung,
wie es eben grundsätzlich bei leichtenen Rassen ist. Schwarze Bresse
haben auch eine weiße Haut und blaue Ständer. Der Unterschied liegt
eben an mehr Legeleistung, schlankeren Körper, nervöses Verhalten
und fliegen wie die Mirage. Meine waren so verstört, daß ich sie erst
nach Monaten davon überzeugen konnte, daß sie mir sypathisch sind.

Ich hoffe Deine Fragen hinlänglich beantwortet zu haben


Schwarzes Bresse-Huhn / Bresse Noire

Eingetragen von:

Tomi

E-Mail:

tomi_j@web.de

Datum:

14.03.2011 00:11:15

Hallo,

wird das schwarze Bressehuhn genauso für die gute Küche genutzt wie das weiße oder gibt es da Unterschiede in der Fleischqualität ?
Wenn es eine andere Rasse ist, warum nennt man es dann auch Bresse ?
Gibt es noch andere Unterschiede zum weißen Bressehuhn ?

LG,

Tomi


Tolle Sache!!!

Eingetragen von:

Andreas

E-Mail:

andreas.gruber@gmx.eu

Datum:

22.12.2010 18:30:38

Hallo züchte Sulmis.
Wollte Wissen wie das mit der Kapaunisierung in Deutschland erledigt wird.
Bitte um Kontakt.


Gauloise de Bresse

Eingetragen von:

A. Scherrmann

Datum:

11.12.2010 23:00:31

Hallo Schorsch,
Prima,daß das geklappt hat mit den Hühnern.Es wahr auch sehr interesant für einen Neuzüchter wie mich,bei dieser Rasse,bei Dir mal reinzuschauen und alles rund ums Bresser Huhn mal life zu sehen.Ich fand es auch toll von einem sympathischen Menschen viele info`s rund ums Bresser Huhn zu bekommen.


Wertvolle Rasse

Eingetragen von:

A. Scherrmann

Datum:

16.10.2010 23:51:17

Sehr geehrter Herr Krötz,
mein Glückwunsch zu der feinen Sammlung dieser wertvollen Rasse der Gauloise de Bresse!
Ich versuche mir gerade auch eine vernünftige Zuchtbasis dieser Rasse aufzubauen, deshalb bin ich auf der Suche nach blutsfremden Tieren. Dies können Hennen oder Hähne sein, also wenn Sie was abzugeben haben ich hätte Interesse


Schwarzes Bresse Huhn

Eingetragen von:

Cornelia Plum

E-Mail:

corneliaplum@t-online.de

Datum:

20.08.2010 21:49:40

Ich vor 2 Wochen ein schwarzes "Blaufußhuhn" bei einem Agrarhandel gekauft. Habe die Rasse vergeblich im Web gesucht, bis ich auf eine Beschreibung des schwarzen Bressehuhn gestoßen bin. Ich werde mir noch einige zulegen. ich fürchte allerdings, dass sie an Altersschwäche sterben werden.


Bressehuhn in Freiheit

Eingetragen von:

Max & Marianne

Datum:

06.05.2010 18:38:23

Hallo Schorsch,
Heute Dienstag 04. Mai 2010 waren wir in Louhans. Auf dem Weg von l'Epervire dahin haben wir nur eine Hühnerfarm gesichtet. Dann die Enttäuschung! Markttag ist Montag! Wer kommt schon auf die Idee, dass der Markttag am Montag sein könnte. Und zudem weil am Montag Markttag ist, haben am Dienstag die meisten Geschäfte geschlossen! Normalerweise sind Sonntags die meisten Läden geöffnet. Dafür ist dann Montags fast alles geschlossen. Wenn man das weiß, fährt man doch nicht am Montag los?

Aber man soll ja den Tag nicht vor dem Abend verloren geben. Die freundliche Dame vom Touristenbüro hat uns schon mal den Tipp gegeben wo wir Bressehühner fotografieren können. Es gibt ein Maison de Bresse. Fährt man auf der N78 von Louhans Richtung Chalon sur Saône kommt nach etwa 5 km rechter Hand dieses Informations-Center. Außer Informationen und Souvenirs aller Art gibt es auch ein Freigelände, auf dem man Bressehühner sehen kann. Natürlich haben wir einige Bilder gemacht! Die Hühner sind zunächst vor mir davon gelaufen. Aber Marianne kennt sich ja doch noch mit den Hühnern aus. Auf ihr Put Put Put kamen sie dann wieder angelaufen. Man sollte es nicht glauben, diese Sprache scheint international zu sein. Irgendwann bekamen wir auch noch den Gockel zum Krähen! Du kannst Dich also auf ein paar schöne Bilder freuen. In diesem Informations-Center bekamen wir eine weitere Information, wo man echtes Bresse-Geflügel kaufen kann. Wieder ein paar Kilometer weiter Richtung Chalon sur Saône liegt rechts ein großer Geflügel-Schlachthof Mairet an dem man Bresse-Geflügel auch in kleinen Mengen kaufen kann. Dort haben wir dann ein Poulet de Bresse gekauft. Ausgenommen und bratfertig wiegt es 1,8 kg und ist damit fast in der Gewichtsklasse einer Poularde.

Wir haben auch alle herum liegenden Rezepte mit genommen. Die Übersetzung aus dem Französischen werden wir schon hin bekommen!

Da wir auf der Rückreise wieder hier Station machen werden, wird es auch noch Bilder vom großen Geflügelmarkt in Louhans geben.

Mit besten Grüßen aus Frankreich
Marianne und Max


toll

Eingetragen von:

doris

E-Mail:

doris078@gmail.com

Datum:

26.04.2010 12:02:54

Ich finde den Aufbau der Seite sehr gut. Macht weiter so.


Kapaun - Bressehühner

Eingetragen von:

Brigitte

Datum:

13.01.2010 15:57:36

Also ich habe den Beitrag mit großem Interesse gelesen. Schön gemachte informative Seite. Die Bilder von den Bressehühnern sind so gut gelungen, da könnte man glatt zum Vegetarier werden.


Hochwertiges Gefluegel

Eingetragen von:

Max der Kochbär

Datum:

27.12.2009 11:58:14

Lieber Besucher unserer Bressehuhnseite,
das Interesse an qualitativ hochwertigem Gefluegel ist gross. Unser Freund Georg bekommt sehr viele Kontakte, seit wir diese Seite eingerichtet haben. Aus diesem Grund haben wir eine Moeglichkeit eingerichtet, dass Besucher dieser Seite einen Kommentar abgeben können. Zu dieser Seite, zu den Bressehuehnern und den Bemuehungen eines engagierten Gefluegelzuechters um die Aufzucht dieser edlen Rasse.

Max


 
     
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