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Kartoffelsalat schwäbische Art

 
  Vesper

 

   
 

Zutaten Für 2 Portionen :

   
  • 500 g Kartoffeln festkochend,
  • 1 kleine Zwiebel,
  • 1 EL Sonnenblumenöl,
  • ca. 1/2 Teelöffel Salz,
  • gemahlenen weißen Pfeffer,
  • 2 EL Rotweinessig,
  • 125ml Wasser,
  • 2 Maggi Brühwürfel
    (oder Fleischbrühe)

 

Bild : Kartoffelsalat schwäbische Art
 
 

Zubereitung :

   

Die Kartoffeln ca. 30 Minuten im kochenden Wasser garen. Abgießen, etwas auskühlen lassen und pellen. Die Zwiebel fein hacken, in eine Schüssel geben und mit etwas Salz bestreuen. Nun die Kartoffeln in dünne Scheiben dazu schneiden. Das Wasser mit den Brühwürfeln erhitzen bis die Brühwürfel aufgelöst sind. Die Brühe, den Essig und etwas gemahlenen weißen Pfeffer zu den Kartoffeln geben und leicht durchmengen. Zum Schluss noch 1 EL Öl dazugeben und abschmecken. Ca. 15 Minuten durchziehen lassen.

Der Kartoffelsalat ist aus der schwäbischen Küche nicht weg zu denken. Wird er als Vesper verspeist, gibt man meist mehr Öl dazu als in unserem Rezept angegeben. Außerdem - die Geschmäcker sind ja verschieden - mag mancher ihn mehr "zermanscht". Wir lieben den Kartoffelsalat, wenn die "Rädle" noch ganz sind.

Er gehört aber auch unbedingt als Beilage zum Sonntagsbraten und ist Bestandteil des "gemischten" Salat, der in den Gaststätten fast bei jedem Hauptgericht dabei ist.

Der Sonntagsbraten muss vor allem viel (und natürlich wohlschmeckende) Soße abgeben. Am Montag gibt es dann von den Resten:
"Kartoffelsalat mit Spätzle und Soß".

Am Heiligabend wird im "Ländle" üblicherweise nicht groß aufgetischt. Am Vormittag ist ja noch so viel zu erledigen ... die letzten Geschenke einkaufen. Den Christbaum auswählen und wenn sich alle einig sind, kaufen. Den Christbaumschmuck suchen (wo hat man ihn letztes Jahr hingeräumt?). Den Baum im Christbaumständer fixieren. Und dann muss er auch noch "aufgeputzt" werden. Da hat die Hausfrau nicht viel Zeit zum Kochen. Die Kartoffeln kochen ja so nebenher. Zwischendurch die Zwiebeln schneiden und die Brühe ansetzen. Wenn er fertig ist, darf er gut durchziehen. So war es früher Tradition, dass es am Heiligabend Kartoffelsalat mit Bratwurst gab.

Abwandlungen:

Der Kartoffelsalat wird gerne mit anderen Salaten gemischt. Im Sommer werden Gurkenscheiben darunter gemischt. Im Winter mischt man gerne fein geschnittenen Endiviensalat darunter. Der Ackersalat - wie im Bild - wird nicht darunter gemengt, sonder darauf gelegt. Wir haben ihn daneben gelegt, damit man die Rädle besser sehen kann. Ach ja ... die Rädle. Aus dem übrig gebliebenen Kartoffelsalat wird dann das Gericht "Saure Rädle" gemacht.

Empfehlenswerte Kartoffelsorte :

Es sollte auf jeden Fall eine festkochende Sorte (Nicola oder Sieglinde) sein. Besonders begeistert waren wir von einem Kartoffelsalat aus Bamberger Hörnle. Durch die Hörnle - Form lassen sich kleine Scheiben schneiden - siehe Bild oben.

Kartoffelsorten

 

Ein Kochfreund der in Aalen geboren und aufgewachsen ist, jetzt aber in der "Diaspora" lebt, schreibt uns dazu folgendes:
Neben (handgeschabten) Spätzle ist sicher der schwäbische Kartoffelsalat eines der wichtigsten Rezepte der schwäbischen Küche.

Zum einen würde ich für den Kartoffelsalat gerne noch weitere Kartoffelsorten einbringen, die sich sehr gut eignen. ('Sieglinde' gibt es bei uns in Frankfurt kaum - 'Bamberger Hörnchen' schon erst recht nicht.): Von den neueren Kartoffelsorten sind bestens geeignet 'Linda', 'Princess' und 'Anabelle'. Alle schön festkochend, herrlich gelb und geschmackvoll. Mit „vorwiegend festkochenden“ Kartoffelsorten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Ich rate davon ab.

 

Ein weiterer Tipp: Damit die Zwiebeln etwas von ihrer Schärfe verlieren, werden sie fein gewürfelt zuerst in die Schüssel gegeben, nicht gesalzen. Dann mit der heißen Brühe übergossen. Nun erst kosten und bei Bedarf Nachsalzen.

 

 
 

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