Bild : Aalener Kochbären

 

 

   
 

Steckerlfisch

 
 

 

   
 

Zutaten für 4 Portionen :

   
  • 1 mittelgroße (300 bis 400 g) Makrele pro Person
  • ½ Zitrone pro Fisch
  • Meersalz
  • Getrocknete Gewürze nach Gusto :
    Pfeffer
    Paprika
    Knoblauchpulver
    Zwiebelsalz
    Thymian, getrocknet, gerebbelt
  • Ein Steckerl (dünner Holzstock etwa 1,5 m lang aus Haselnuss oder Weide)
  • Blanker, dünner Draht
  • Ein großflächiges Feuer, schon heruntergebrannt, oder ein Holzkohlebecken
    und Grill-Briketts

Bild: Steckerlfisch
 
 

Zubereitung :

   

Als Steckerlfisch (bitte das bayerische Steckerl nicht übersetzen, sonst wird womöglich ein Stockfisch daraus) eignen sich vor allem die fettreichen Makrelen. Diese sind es auch, die man auf dem Münchner Oktoberfest, aber auch auf sonstigen Grill- und Fischerfesten bekommt. Natürlich lassen sich auf diese Art auch andere Rundfische wie Forelle oder Saibling zubereiten.

Die Makrelen werden vom Bauch her ausgenommen, die Niere mit einem Löffel herausgekratzt. Die Makrelen werden zuerst gesäuert, dann - vor allem innen - gesalzen und gut gewürzt. Das Steckerl wird am dünneren Ende auf Fischlänge entrindet und zugespitzt. Dann gilt es, die Makrele vorsichtig aufzuspießen. Das Steckerl wird durch das Fischmaul eingeschoben, an der Mittelgräte entlang in das Fleisch des Schwanzes gesteckt, aber nicht durchgesteckt. Damit der Fisch auf keinen Fall herunter fällt, kann man ihn mit einem blanken Draht (weder lackiert noch beschichtet) sichern. Dazu wickelt man etwa am Ende der Bauchhöhle etwas Draht herum und dreht ihn fest. Der Fisch muss sich beim drehen des Steckerls mitdrehen. Praktisch ist es, wenn das Steckerl an der Stelle des Fischkopfes einen kleinen Seitenast hat. Von dem lässt man 2 cm stehen und schiebt ihn durch eine Kieme. Notfalls muss man mit dem Draht den Kopf der Makrele an das Steckerl pressen.

Für eine zünftige Steckerlfisch Grillparty benötigt man eine großflächige flache Grube, in der man zunächst genügend Holz verbrennt. Die Holzstücke sollten von gleichmäßiger Stärke sein, damit sich eine gleichmäßige Glut bildet. Erst wenn keine Flammen mehr hochschlagen kann es ans Grillen der Steckerfische gehen.

Will man den Gartenboden oder den Strand nicht mit Holzkohle "versauen", kann man auch das Holzkohlebecken eines Rundgrilles verwenden. Er sollte nur großflächig genug sein, damit möglichst viele Steckerlfische gleichzeitig gegrillt werden können. Verwendet man Grillkohle, so sind gepresste Grill-Briketts am besten geeignet, da diese die Hitze am längsten halten.

Die Steckerl werden schräg seitlich in den Boden gesteckt, weit genug weg, damit die Steckerl nicht verbrennen. Die Fische sollten auch nicht zu dicht an der Glut sein. Die Beste Entfernung ist dort, wo sie die Hand noch für einige Sekunden hin halten können. Die Makrelen sollen langsam gegrillt werden, so dass sie möglichst viel Fett verlieren. Ist die Haut schön knusprig, sollte auch der Steckerfisch gar sein.

Eine zünftige Beilage zum Steckerlfisch sind Laugenbrezeln und Bier aus dem Krug. Wer noch mehr Aufwand treiben will, macht noch einen Kartoffelsalat, Gurkensalat und grünen Salat dazu. Die fetten Makrelen können einem "ganz schön schwer im Magen liegen", deshalb hält der aufmerksame Gastgeber auch noch einen gut gekühlten Klaren bereit.

 

 
 

Rezepte > Fisch Gerichte > Rezept : Steckerlfisch

© Bilder und Text bei www.kochbaeren.de

Rezept drucken