Schwäbische Rezepte

 



Aalen

 
       

Vesper ( sprich Veschper )

In den Werkstätten und Fabriken im „Schwobaländle“ wir früh angefangen. Pünktlich wie der Schwabe nun mal ist, steht er um im Sommer um 6:30 oder im Winter um 7:00 Uhr an der Maschine, Werkbank oder sitzt am Schreibtisch. Mit Fleiß und Verantwortungsbewusstsein „schafft“ er für „sei Firma“. Ja, der Schwabe hat nicht irgend einen „Job“ in einer Firma XY. Er geht Morgens in „sei Firma“! Obwohl sie ihm natürlich nicht gehört. Aber schon diese Ausdrucksweise zeigt die Verbundenheit mit der Firma.

Aber pünktlich um 9:00 Uhr wird der Bleistift weggelegt, der Schraubenschlüssel aus der Hand gelegt, die Maschine abgeschaltet. Jetzt „isch Veschper“. Die „Veschper-Bix“ wird aufgemacht. Wehe wenn jetzt das Telefon klingelt – und wehe dem unbedachten Kollege der dann womöglich das Telefon abnimmt! Das kann der Schwabe gar nicht brauchen.

Die Vesperpause ist dem Schwaben "heilig". Ein Auszug aus einem Gedicht verdeutlicht das :

D'r Schwob

Guat isch d'r Schwob, wia seltan oiner,
an Gmütatsruah übertifft en koiner,
empfendlich isch er wahrlich net,
au wenn er älla Grond oft hätt'!

Bloß ois, des kan ner net vertraga,
zur Warnong will e's jedem saga:

Er wird ganz narret ond empört,
sobald mer 'n an sei'm Veschper schtört!

Danke lieber Rudi für das Gedicht!

Schwaben - wer sind eigentlich Schwaben?

Wenn Sie als "Nichtschwabe" eine kleine Orientierung möchten - hier klicken -

 

 
     
 
     

Briegel mit Briegelschmiere überbacken

 Rezept bei der Briegel mit einer Masse aus Schinken, Rauchfleisch, Käse, Butter, Joghurt und Sahne bestrichen und dann überbacken werden


Briegel überbacken mit Räucherlachs
Rezept für das Briegel mit einer Masse aus Räucherlachs, geriebenem Käse, Creme fraiche und Ei bestrichen und dann überbacken werden.
 


Dätscher
Rezept für kleine runde Kartoffel-Hefeteig Fladen, die mit Butter und Sauerrahm bestrichen und mit Salz und Kümmel bestreut gebacken werden. 


Schwäbischer Kartoffelsalat
Rezept für den schwäbischen Kartoffelsalat, so wie wir Kochbären ihn am liebsten mögen.


Jägerkraut (vom Filderkraut)
Rezept für das Filderkraut gehobelt und mit Speck, Zwiebeln und Äpfel in Most und Fleischbrühe geschmort wird.


Jäger-Maultäschle auf Salat
Rezept für Maultaschen, die auf Jäger-Art mit Pilzen gefüllt werden. Dazu gibt es schwäbische Salate.


Kartoffel-Fleischküchle
Rezept bei dem aus Hackfleisch und Kartoffelteig Fleischküchle geformt, in Semmelmehl gewälzt und knusprig gebraten werden.


Krautspätzle
Schwäbisches Rezept für das Spätzle mit gut gewürztem Sauerkraut vermischt werden.


Ochsenmaulsalat
Rezept für Ochsenmaulsalat, für den der Schwabe das fein geschnittene Ochsenmal fertig beim Metzger kauft und nur noch mit Essigsoße anmachen muss. Für unsere Bekannten in Übersee haben wir jedoch auch die Herstellung Des Ochsenmaul beschrieben.


Romadur auf Schwarzbrot überbacken
Der Romadur, der kleine Bruder des Limburger ist ein "Rotschmierkäse" aus Kuhmilch mit einem kräftigem Geruch! Für dieses schwäbische Rezept wird Bauernbrot mit Schinken und Romadur belegt, überbacken und mit Röst-Zwiebelringen belegt serviert.


Romadur-Salat
Rezept für ein typisch schwäbisches Vesper mit Romadur, Zwiebelringen und Ei-Scheiben.


Saure Kartoffelrädle
Typisch schwäbische Rezept für Resteverwertung aus gekochten Kartoffelscheiben, die auch vom Kartoffelsalat vom Vortag stammen können. Kann zum Vesper auch ohne weitere Zutaten reichen.


Salzkuchen
Rezept für den schwäbischen Salzkuchen, auch Hitzkuchen oder Rahmkuchen genannt. Üblicherweise wurde er mit Brotteig zubereitet und nach dem Brot Backen im Holzbackofen gebacken. Mit unserem Rezept gelingt er auch im normalen Backofen.


Schwäbischer Wurstsalat
Rezept für ein typisch schwäbisches Vesper, bei dem Schinkenwurst und Schwarzwurst fein geschnitten mit saurem Dressing angerichtet wird.


Seelen mit Limburger überbacken
Schwäbisches Rezept für ein deftiges Vesper, für das Seelen halbiert, mit Limburger, Kochschinken, Zwiebeln und Champignons belegt und überbacken werden.


Tellersülze
Schwäbisches Rezept für eine echte Tellersulz ohne Verwendung von Sulzenpulver. Die Tellersulz ist eigentlich ein Rezept aus der Zeit als es noch keine Gefrierschränke gab und die Auswahl an Konservierungsmitteln gering war. Aber auch Heute erfreut sie sich noch großer Beliebtheit. Da man heutzutage nicht mehr so fett essen möchte, nimmt man mageres Schweinefleich und Sülzenpulver.


Zwiebel-Apfelkuchen
Backrezept für einen etwas besonderen Zwiebelkuchen, der mit Zwiebeln, Äpfeln und Speck belegt und mit einem Guß aus Schmant und Sahne gebacken wird.


Zwiebelkuchen
Neuer Wein und Zwiebelkuchen gibt es traditionell im Herbst. Wer ihn schon probiert hat, war vielleicht nicht zufrieden? Probieren Sie unser Rezept! Wichtig ist, dass die Zwiebeln vor dem Backen weich gedämpfr werden! Werden die Zwiebeln roh auf den Zwiebelkuchen gegeben, verursachen sie Blähungen.

Ludwig Aurbacher behauptet in seinen
"Die Sieben Schwaben" daß die Schwaben fünfmal am Tag essen. Das Vesper um 9 Uhr läßt keiner ohne Not aus. Aber - an Werktagen - fällt das nachmittägliche Vesper meist mit dem Abendessen zusammen, so sind es nur vier. Am Sonntag dagegen darf der Nachmittagskaffee nicht fehlen - da isst man dann fünf mal.

 
             
   
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Ostalb

 
             
 

Suppen

Zu einem richtigen "Sonntagsessen" gehört beim Schwaben
unbedingt eine Suppe.


Brätspätzle oder Brätknöpfle in Brühe
Schwäbisches Rezept für eine Suppeneinlage für die mit Mehl und Brät Spätzle gemacht werden. 


Brennte Mehlsupp
Schwäbisches Rezept für eine Suppe mit Fleischbrühe, Brotwürfel, Karotten und Mehlschwitze. Wenn man einem Schwaben etwas erklärt und er der Meinung ist, dass er diese Erklärung nicht nötig hat, kann es passieren, das er etwas grantig sagt: "I ben fei au ned auf der Brennsuppen daher g'schwommen!"


Brotsuppe gschmälzte (Mitternachtssuppe)
Rezept für eine Suppe aus alten Brotresten, die mit Rauchspeck und Leberkäsewürfel garniert und mit einem Ei legiert eine leckere Mitternachtssuppe wird. 


Butterklößchensuppe
Preiswertes, schwäbisches Rezept für eine Suppeneinlage aus Mehl, Butter und Eigelb. Dieses Rezept für Butterklößchensuppe stammt noch "aus Großmutters Zeiten". Solche Rezepte sind auch heute wieder interessant, wenn wir "unseren Geldbeutel schonen" wollen. 


Flädlessuppe
Schwäbsches Rezept für eine Suppe mit Fleischbrühe in die schmale Streifen von Pfannkuchen = Flädle hinein kommen. 


Graupensuppe
Rezept für eine Graupensuppe mit Suppenfleisch, Kartoffeln und Gemüse. 


Grießklößchensuppe
Schwäbisches Rezept für Grießklößchen, die in einer klaren Suppe serviert werden. 


Hirnsuppe
Schwäbisches Rezept für Hirnsuppe mit Eierstich. Aus Kalbsknochen, Gemüse und Gewürzen wird eine kräftige Brühe gekocht. Das Kalbshirn wird in einem Sud aus Wasser, Salz, Essig, Weißwein, Zwiebel, Lorbeerblatt und Nelke gegart, klein geschnitten und in die Suppe gegeben. Auf sie Suppe kommt ein Eierstich.  


Hühnersuppe mit Spätzle
Schwäbisches Rezept für eine Hühnersuppe in die eine der wichtigsten schwäbischen Einlagen hinein kommt - Spätzle! 


Jägersuppe
Schwäbisches Rezept für eine Suppe aus Innereien (Wildaufbruch) vom Wild: Herz, Zunge, Lunge. Wenn ein Jäger ein Wild erlegt, bekommt das Wild der Jagdpächter. Traditionell darf der Jäger aber die Innereien behalten. Aus diesen lassen sich schmackhafte Gerichte machen.  


Kartoffelsuppe
Rezept für eine Kartoffelsuppe auf schwäbische Art, für die zu den Kartoffeln noch Karotten, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und Speck kommt. 


Laugenbrezel - Suppe
Rezept für die Verwertung von alten Laugenbrezeln, die eine schwäbische Hausfrau nicht weg wirft, sondern mit Fleischbrühe zu einer cremigen Suppe verarbeitet. 


Maultaschensuppe
Rezept für echte schwäbische Maultaschen und der Fleischbrühe in der die Maultaschen serviert werden. Die Herstellung der Maultaschen macht viel Arbeit. Deshalb macht man normalerweise eine große Portion und friert einen Teil davon ein. Wenn man auf seine selbst gemachten, eingefrorenen Maultaschen zurück greifen kann, ist diese Suppe schnell gemacht.


Metzelsuppe
Rezept für eine selbst gemachte Metzelsuppe mit Zutaten vom Metzger. Normalerweise wurde die Metzelsuppe immer am Schlachttag gemacht. Als Brühe wurde die genommen, in der die Würste gekocht wurden. Ab und zu ist eine beim Kochen aufgeplatzt, also war da schon Wurst drin. Meist hat sich Vater darin noch eine Scheibe fettes Bauchfleisch gekocht. Das Brot wurde meistens nicht geröstet, sondern nur eingebrockt. 


Mostsuppe mit viel Gemüse
Schwäbisches Rezept für eine Gemüsesuppe, die kräftig mit Most (schwäbischer Apfelwein) abgeschmeckt wird. Traditionell wird der schwäbische Apfelmost aus Falläpfeln von den Streuobstwiesen gemostet. Früher gab es viele Streuobstwiesen und wer keine eigenen Apfelbäume hatte, konnte für wenig Geld beim Bauer nebenan seine Portion Äpfel klauben (aufklauben - nicht klauen!) Die Äpfel wurden dann in Gemeinschafts Arbeit bei einem Nachbarn, der eine Mostpresse hatte, gemostet (zerkleinert und gepresst). Oder man hat die Äpfel zur zentralen Mosterei gefahren.


Riebelesuppe
Für dieses Rezept wird ein fester Nudelteig gemacht, der durch ein Reibeisen gerieben wird. Diese Krümel - die Riebele - werden getrocknet und dann bei Bedarf als Einlage in einer Rinderbrühe als Suppe serviert. 


Sauerampfersüpple
Schwäbisches Rezept für eine Suppe auf der Basis einer Gemüsebrühe, die durch viel Sauerampfer einen säuerlich frischen Geschmack erhält und mit Sahne zu einer Cremesuppe verfeinert wird. 


Schneckensuppe ( badische )
Badisches Rezept für eine Suppe auf der Basis von Fleischbrühe und Weißwein mit einer Einlage aus Weinbergschnecken, die mit Eigelb legiert wird und den Narren am Aschermittwoch wieder Kraft gibt. In allen Weinanbaugebieten werden die Weinbergschnecken verspeist. Im Badischen ist es am Aschermittwoch Brauch, dass die (arg mitgenommenen) Narren sich mit einer Schneckensuppe stärken. 


Spargelcremsuppe
Für dieses Rezept wird zunächst eine helle Einbrenne hergestellt. Diese wird nach und nach mit Hühnerbrühe abgelöscht und aufgegossen. Die Spargelköpfe werden separat gegart und kommen als Einlage in die Suppe. Die Spargelstangen werden gegart und passiert. Mit Sahne wird die Suppe zur Cremesuppe. 


Spargelsuppe mit Flädle
Schwäbisches Rezept für eine Fädles-Suppe mit Spargel-Einlage. 


Eben dieser Herr Aurbacher behauptet auch, daß die Schwaben fünfmal am Tag Suppe essen. Das stimmt gewiss nicht, aber ein richtiges "Sonntagsessen" ist ohne Suppe undenkbar.

 

 
             
 

Eintöpfe


Gaisburger Marsch
Rezept für einen typisch schwäbischen Eintopf bei dem zu Rindfleisch, Kartoffeln und Gemüse Spätzle und Röstzwiebeln kommen.


Kartoffelschnitz und Spätzle
Schwäbisches Rezept für einen kräftigen Eintopf für den zuerst eine Ochsenschwanzsuppe gekocht wird. In dieser werden Kartoffelscheiben und Karottenscheiben gekocht. Dann kommt das Fleisch vom Ochsenschwanz und Spätzle dazu.


Saure Kutteln
Ein Ur-Schwäbisches Rezept zur Zubereitung von Kutteln in Rotwein. Mit Bratkartoffeln / Röstkartoffeln als Beilage.


Saure Kutteln in Biersoße
Anderes Rezept für diese schwäbische Spezialität. Die Kutteln werden in einer Biersoße gekocht.


Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle = LSS oder "S' Ällergröschde"
Rezept für unser schwäbisches Nationalgericht mit Linsengemüse, Spätzle und Saitenwürstle, ersatzweise Wiener Würstchen. Das Linsengemüse mit gewürfeltem Wurzelgemüse. Mit dunkler Einbrenne angedickt und mit viel Majoran und etwas Essig abgeschmeckt.


Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle
Anderes Rezept für unser schwäbisches Nationalgericht mit Linsengemüse, Spätzle und Saitenwürstle, ersatzweise Wiener Würstchen. Mit Alb-Leisa und anstatt Wurzelgemüse mit Gemüsepulver. Mit dunkler Einbrenne angedickt und mit viel Majoran und etwas Essig abgeschmeckt.



   
             
 

Aus Mehl oder Kartoffeln

.. macht die schwäbische Hausfrau feine Sachen.
Allem voran die geliebten Maultaschen.

Schwäbische Maultaschen

und was man damit "zaubern" kann haben wir auf einer extra

- Maultaschenseite

- zusammengestellt.

Spätzle
Knöpfle aus Spätzleteig
Käsespätzle
Gefüllte Semmelschnitten
Hefekloß
Hefeknöpfle
Rohrnudeln, Dampfnudeln
Flädle ( Pfannkuchen )
Gefüllte Flädle - überbacken
Spargel im Kräuterflädle
Kartoffelpuffer
Scheiterhaufen
Schneiderfleck
Schupfnudeln mit Sauerkraut
Schwäbische Krautkrapfen
Griebenschnecken
Schlanganker oder Sperrknecht ( überbackene Kartoffelnudeln )
Heuberger Kartoffelrollen
Weckknödel

Ein anderer "Schwabenkenner" hat behauptet :
"Der echte Schwabe hat Montags Nudele, Dienstags Hutzle, Mittwochs Knöpfle, Donnerstags Spätzle, Freitags gedämpfte Grundbirn, Samstags Pfannkuchen und Sonntags Brätle und Salätle."

Das kann nicht sein - wann würden dann die vielen anderen leckeren Gerichte aus Mehl oder Kartoffeln auf den Tisch kommen ?

Grundbirn oder Grommbira heißen die Kartoffeln bei uns. Arg beliebt waren diese ursprünglich nicht. Vor allem die "Salzkartoffeln" haben die echten Schwaben doch lieber den "Reigschmeckte" überlassen. Als Kartoffelsalat - oder mit Mehl vermischt und zu Schupfnudeln verarbeitet sind sie auf dem Speisezettel sehr willkommen.

 

 
             
 

Hauptgerichte und "Sondigs-Essa"
( Sonntags-Essen )

Aalener Spitzärschle
Eingemachtes Kalbfleisch im Blätterteigpastetchen
Forellen in Folie
Jägerrahmschnitzel / Jägerschnitzel
Kalbslendchen in Morchelrahm
Kalbsvögerl
Kalbsvögerl nach einem alten Rezept mit Ei gefüllt
Krautrouladen vom Filderkraut
Krautrouladen vom Filderkraut sauer
Leberklöße, schwäbisch auf Sauerkraut
Rosenkohl-Spätzle-Pfanne
Saure Schweinenierle
Schäufele mit Kartoffelknödel und Sauerkraut
Schwäbischer Rostbraten
Wildschweinragout mit Schlehensoße
Zwiebelrostbraten (andere Variante mit Röstkartoffeln und Zwiebelsoße)

Das eigentliche "Sonntagsessen" der Schwaben ist ein gemischter Braten aus Schweinebraten und Rinderbraten. Dazu viel Soße, Spätzle oder Knöpfle, ein Kartoffelsalat und ein grüner Salat.

Wenn am Sonntag die Hausfrau den ganzen Vormittag in der Küche geschuftet hat und das Essen wirklich gelungen ist - viel Lob kann sie nicht erwarten. Fragt sie Ihren Mann :
" Hat's geschmeckt ? "
Da gibt es mehrere mögliche Antworten :
"Net gschempft isch globt gnuag."
oder :
" Ha wenn's net gschmeckt häd, hätt i scho was gsagt. "

Auch die Bedienung in der Gastwirtschaft fragt eher "War's recht ?" Denn auf die Frage obs "gschmeckt" hätte, gibt es auch die wenig höfliche Antwort :
"Wenns scho gschmeckt häd, hätt i's nimmer g'essen." ( "Schmecken" tut's auch wenn es schon verdorben ist. )

Ob es dem Schwaben geschmeckt hat, läßt er der Hausfrau daran erkennen, daß er sich das Teller mindestens ein zweites Mal füllen läßt.

Ha - so send mer halt!

 
             
 

Gemüsegerichte und Gemüse-Beilagen

 


Grüne Bohnen süß-sauer
Altes Rezept für grüne Bohnen, für das eine dunkle Einbrenne gemacht wird und die Soße dann mit Essig abgeschmeckt wird.


Gurkengemüse
Rezept für die Verwertung von Gurken, wenn gerade mal wieder die Gurkenschwemme angesagt ist.


     
             
 

Backwaren und Dessert

Anisbrot
Apfelküchle
Apfelsorbet
Briegel
Fasnachtsküchle
Feines Hutzelbrot, Schnitzbrot ( Früchtebrot )
Hefezopf
Hefezopf mit Aprikosen
Hefezopf nach einem Rezept von Evelyn
Käsekuchen
Kaffeeküchle
Kartäuserklöße
Kartoffel-Pizza
Laugenbrezel
Nonnenfürzle
Ofenschlupfer
Quark-Gugelhupf
Schneckennudeln
Schwarzwälder Kirschtorte
Seelen
Springerle, typisches Weihnachtsgebäck
Träubleskuchen (Johannisbeerkuchen mit Baiser
Zimtsterne - Weihnachtsgebäck
Zwetschgen - Kuchen ( vom Blech )
Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchen mit Quarkteigboden

Das Backen - so sagt man - hätten die Schwaben nur erfunden weil sie so sparsam sind. Sie wollten die Hitze beim Anheizen des Brotbackofens ausnutzen. Naja - eine gewisse Vorliebe für Blechkuchen (Kuchen vom Blech) ist schon vorhanden.

 
   
 

Wer zählt eigentlich zu den Schwaben ?

Eine kleine Geschichte vorweg - und gleichzeitig ein Geständnis :
Geboren bin ich in Bayern. Als ich 10 Jahre alt war, fand mein Vater Arbeit in Baden-Württemberg. Das bedeutete - Umziehen - zu den Schwaben. Wegen dem neuen Schuljahr mußte meine Mutter Schulbücher kaufen. Sie hat die Lehrerin gefragt, ob ich die Bücher auch nach dem Umzug zu den Schwaben noch verwenden könnte. Natürlich, hat die Lehrerin gesagt, Schwaben gehört ja auch zu Bayern.

Sprachlich gesehen hatte sie ja recht, die bayerischen Schwaben sprechen einen schwäbischen Dialekt, aber bayerische Schulbücher gelten in Baden-Württemberg nicht. Andererseits - man sollte einen Badenser aus Freiburg nicht als Schwabe bezeichnen, er wohnt zwar in Baden-Württemberg, aber er spricht nicht schwäbisch und zählt sich zu den Badischen und uns zu den Unsymbadischen. Ich habe mal ein paar Jahre in Villingen gearbeitet. Damals kam gerade die Gemeindereform - und man hat - man glaubt es kaum - Villingen und Schwenningen zu Villingen-Schwenningen "vereint". War das ein Geschrei! Villingen die Badener mit den Schwenningern den Schwaben in einen Topf zu werfen ! Ich kannte viele, die haben ihr Auto 30 Jahre gefahren, nur um das Nummernschild behalten zu dürfen! Als zu dem Stuttgarter Äffle und dem Pferdle der badische Pudel hinzu kam hat so mancher Schwabe den Sender nicht mehr eingeschaltet!

Dabei stammen doch die Badenser, die bayerischen Schwaben und sogar einige Schweizer und Elsäßer von den Alamannen ab, haben also einen gemeinsamen Stammbaum.

Wer kennt nicht den Spruch : "Wir können alles - außer Hochdeutsch" - ein Widerspruch in sich - denn der Spruch ist hochdeutsch.
Bescheidenheit ist keine typisch schwäbische Tugend. Warum auch? Die Schwaben haben der Wissenschaft auf die Sprünge geholfen, die Planetenbewegung (Kopernikus) und die Relativitätstheorie (Einstein) entdeckt, das Fernrohr, die mechanische Rechenmaschine, die Mundharmonika und das lenkbare Luftschiff erfunden. (Und die Kehrwoche)

Der Schiller und der Hegel
Der Uhland und der Hauff
Das ist bei uns die Regel
Das fällt uns gar nicht auf.
Wie gesagt - Bescheidenheit ist nicht direkt eine schwäbische Tugend.

Schwäbische Küche

Zwei Produkte der schwäbischen Küche sind auch außerhalb des Schwabenlandes bekannt. Die Spätzle und die Maultaschen. Die Spätzle gehören unbedingt zum Schwäbischen Nationalgericht LSS (Linsen, Spätzle, Saitenwürscht) aber auch sonst sind sie nicht zu entbehren. Der Schwabe hat gerne viel Soße zum Braten - und nichts nimmt die Soße besser auf als Spätzle! (Vielleicht Hefeknöpfle?)

Auch die Maultaschen werden von Nichtschwaben unterschätzt. In einem unliebenswürdigen (bleichen) Gewand verbirgt sich ein delikater Kern. Maultaschen sind ein Beweis des Erfindungsreichtums der Schwaben. Maultaschen sind ein typisches Freitagsgericht - als sich gute Katoliken noch an das freitägliche Fleischverbot halten sollten. Die Fleischfüllung wurde im Nudelgewand versteckt. Darum heißen sie im Volksmund auch "Herrgottsbscheißerle". Die Füllung der echten Maultaschen variiert - mal mit, mal ohne Spinat. Hackfleich und Brät gehört hinein. Gefüllt mit Lachs oder anderem sollten sie nicht mehr Maultaschen heißen. Soviel an dieser Stelle zur schwäbischen Küche.

Max

 
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