Der Kapaun, ein kastrierter Hahn, erlebt zur Zeit in Deutschland eine Renaissance.
In Deutschland "verpönt", in Frankreich, Italien und Österreich unter Feinschmeckern geschätzt! In Deutschland wurden jährlich lediglich ca. 1.500 Stück verkauft. Sie kommen aus Frankreich, Österreich und der eine oder andere auch aus Italien. Aber - Auch in Deutschland gibt es engagierte Geflügelzüchter, die Wert auf artgerechte Aufzucht (Haltung und Fütterung) legen. Sie sind stolz auf die Qualität ihres Geflügels. Natürlich kommen sie an dem berühmten Bresse-Kapaun nicht vorbei. Auch in Deutschland ist die Freilandhaltung wieder möglich. Die Stallpflicht ist längst aufgehoben. Mais und Milch gibt es auch bei uns. Bei uns werden die Hähnchen unter Narkose vom Tierarzt kastriert.
Warum ist die "kapaunisierung" bei uns verpönt? Das ist schwer zu verstehen! Eber, Bullen, Hammel, Hunde, Katzen ... werden selbstverständlich kastriert. Und zwar (Eber, Bullen, Hammel) ohne Narkose! Sogar das Schächten von Schafen und Kälbern ist erlaubt!
Wenn Hähne geschlechtsreif werden fangen sie mit dem Revierkampf an. Lautes Krähen und Kämpfe bis zum Tod sind dann die Folge. Deshalb werden für den Mastbetrieb die Hähne als Küken meist getötet. Die Alternative sind die sogenannten Masthybriden, die nach vier Wochen 1100 g, also das 26,2-fache Gewicht (Kurzmast) haben und sich nicht mehr vom Boden erheben können. Wer kapaunisierung als Tierquälerei bezeichnet, den frage ich was die Mast dieser Hybriden ist?
Falls Sie an deutschen Kapaunen interessiert sind und eines der nachfolgenden Rezepte nachkochen möchten, schauen Sie auf unsere Seite -Kapaune- dort finden Sie die Adresse eines engagierten Geflügelzüchters der schon seit vielen Jahren unter anderem auch Kapaune in höchster Qualität züchtet.
Unsere nachfolgenden Rezepte sind alle mit Kapaunen vom Schorsch erprobt. |