Ursprünglich stammt der Strudel aus dem Orient. Er wird auch heute
noch nur aus Mehl, Wasser, Salz und etwas Fett hergestellt. Die wahre
Kunst beim Strudelmachen besteht darin, den Teig so hachdünn auszuziehen
daß man eine Zeitung dahinter lesen kann. Klassiker der österreichischen
Küche sind alle Arten von Obst-Strudel, allen voran der Apfelstrudel.
Aber auch Birnen, Marillen oder Zwetschgen kommen in die Füllung. Die
Füllung muss nicht immer süß sein wie unser Rezept Fleischstrudel beweist.
Zutaten für 8 Portionen
:
Zutaten für den Strudelteig :
300 g Mehl Type 405
( noch besser doppelt - griffiges Weizenmehl ),
Bevor Sie beginnen : Folgende nicht ganz übliche Küchenutensilien
sollten Sie haben :
Ein dünnes Leintuch, 1m x 1m ohne Nähte. - glatt gebügelt!
Eine Nudelrolle.
Arbeitsanleitung
Das Mehl in eine Backschüssel sieben, eine Mulde hinein drücken
und Salz und Ei in die Mehlvertiefung geben.
Das Öl mit einem Esslöffel abmessen und dazu geben.
Das warme Wasser und einen Schuss Essig während dem Rühren
mit der Küchenmaschine oder dem Hand - Rührgerät zugeben.
Den Teig gut durcharbeiten bis er glatt und glänzend ist. Mit Öl
bestreichen und an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde ruhen lassen!
Für die Füllung die Zwetschgen waschen, trocknen, vierteln,
den Stein herauslösen. Den Zucker gut mit dem Zimt vermischen.
Die Zwetschgen mit Semmelbrösel und Zimt-Zuckermischung vermischen.
Das Tuch auf einer glatten Fläche -Arbeitsplatte der Küche
oder großes Nudelbrett auslegen und bemehlen. Die Teigmasse halbieren,
eine Hälfte in Klarsichtfolie wickeln.
Die andere Hälfte auf dem bemehlten Tuch vorsichtig mit der bemehlten
Nudelrolle zu einer rechteckigen Fläche ausrollen.
Den Teig mehrfach wenden und neu bemehlen. Dabei den Teig nicht mit
"spitzen" Fingern anfassen, sondern über den Handrücken
legen. Den Teig so lange ausrollen bis er so dünn ist, daß
man "eine Zeitung dahinter lesen kann".
Butter vorsichtig erwärmen, bis sie flüssig ist. Die flüssige
Butter mit einem Küchenpinsel gleichmäßig auf dem Teig
verstreichen. Die halbe Menge der Zwetschgenfüllung (die zweite
Teig - Hälfte wartet noch!) in dünner Schicht auf dem Teig
verteilen. Dabei an drei Seiten einen großzügigen Rand lassen.
Mit Hilfe des Tuches den Strudel von der Seite, an der Sie keinen
Rand gelassen haben, einrollen.
Ein Backblech mit Backpapier belegen, oder mit Öl bestreichen.
Den Strudel mit Hilfe des Tuches - am besten zu zweit - über das
Backblech heben und und so auf das Backblech gleiten lassen, dass die
Überlappung des Strudelteiges nach unten kommt.
Mit der zweiten Teig - Hälfte die Schritte 6 bis 10 wiederholen.
Die Strudel außen ebenfalls mit flüssiger Butter bestreichen.
Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene mit Umluft bei 175
°C 40 bis 50 Min. backen. Kurz abkühlen lassen.
Die fertigen Zwetschgen-Strudel mit Puderzucker bestreuen und mit einer
Vanillesoße heiß aus dem Ofen servieren.
Tipp zur Backtemperatur :
In älteren Rezepten - auch wir haben das geschrieben - beziehen
sich die Backtemperaturen auf Herde, bei denen die Backtemperatur außen
gemessen wird. Moderne Herde messen die Backtemperatur innen - und regeln
diese genau nach. Deshalb sind bei älteren Rezepten die Temperaturen
um 25 ° höher angegeben. Bei Umluft sollten Sie nochmals 25 °C
weniger einstellen.
Unser altes Rezept ( siehe Apfelstrudel ) war mit 225 ° C für
einen alten Herd mit Ober- Unterhitze angegeben.
225° C - 25° C für neu -25°C für Umluft ergibt 175°C.
Bild oben: Die Zwetschgenachtel für den Zwetschgenstrudel.
Bild oben: Die Zwetschgen für den Zwetschgenstrudel.
Bild oben: Die Füllung für den Zwetschgenstrudel.
Bild oben: Der Strudelteig wird mit der Zwetschgenfüllung bestrichen.